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    Gerlachshausen

    Wilde Parkerei vor dem Kloster nervt

    Rekordverdächtig war die Resonanz an der Bürgerversammlung in Gerlachshausen: 76 Bürger aus Münsterschwarzach und Gerlachshausen waren gekommen, viele beschwerten sich vor allem über katastrophale Verkehrsverhältnisse. Foto: Peter Pfannes

    Dass sich Bürger von Münsterschwarzach und Gerlachshausen in der Bürgerversammlung über katastrophale Verkehrsverhältnisse beschweren, ist nichts Neues. Beim jüngsten Treffen mit den Gemeindeoberen am Mittwoch im Gasthaus Geis waren Falschparker und Raser wieder die zentralen Themen. Die Brennpunkte: Das Halteverbot auf der Ortsdurchfahrt vor dem Kloster in Münsterschwarzach und der Schleichweg am Nordrand von Gerlachshausen zum Gymnasium der Abtei.

    76 Frauen und Männer ließen in der Versammlung ihrem Unmut freien Lauf. Die wilde Parkerei vor dem Kloster prangerte Jürgen Sodemann an. Falschparker sorgen besonders bei Schulschluss im Gymnasium für erhebliche Probleme. Sodemann forderte Verkehrsüberwachung und das Verteilen von Knöllchen. Felix Full wusste: "Man lernt durch Strafe." Halten im absoluten Halteverbot koste 40 Euro Strafe, so der Fahrlehrer. Wenn die Autofahrer erst einmal zur Kasse gebeten wurden, dann parke keiner mehr in dem verbotenen Bereich.

    Bürgermeister Volker Schmitt erklärte, dass die Ortsmitte von Münsterschwarzach im kommenden Jahr umgestaltet wird. Arbeitskreis und Gemeinderat wollen dort einen Platz ohne Parkmöglichkeiten schaffen. "Die Leute sollen dann am Großen Parkplatz parken", so Schmitt. Lachend meinte Josef Siegl dazu: "Der große Parkplatz ist doch heute schon immer belegt."

    Am nördlichen Ortsrand von Gerlachshausen wird der Flurbereinigungsweg als Schleichweg zum Gymnasium und zu den Sportstätten der Abtei Münsterschwarzach genutzt – oft viel zu schnell. Foto: Peter Pfannes

    Der Bürgermeister beugte sich schließlich dem Druck: "Wir werden um eine Verkehrsüberwachung nicht herumkommen. Das gilt dann aber für ganz Schwarzach." Hannelore Vogels Vorschlag: "Den Busparkplatz auch für Pkws zulassen."

    Georg Goldstein beklagte sich darüber, dass der Flurbereinigungsweg am nördlichen Ortsrand von Gerlachshausen von Autofahrern als Abkürzung zum Gymnasium genutzt werde. Viele fahren viel zu schnell, so der Beschwerdeführer. "Warum stellt man da keine Böller auf? Muss denn eigentlich erst etwas passieren?", fragte Goldstein. Frank Greiner erzählte aus dem Alltag: "Da traut man sich nicht mehr zu laufen und da ist Tempo 30. Jeden Tag schießen da über hundert Autos durch, um ihre Kinder am Gymnasium abzugeben und wieder abzuholen."

    Sodemann fasste zusammen: "Wir haben riesige Probleme, egal ob im ruhenden oder fließenden Verkehr. " Seine Forderung: "Wir brauchen Maßnahmen für unsere Sicherheit. Da muss endlich etwas geschehen." Bürgermeister Schmitt will das Thema erneut auf die Tagesordnung des Gemeinderats setzen und den Dialog mit dem Kloster suchen.

    Eine rege Diskussion entfachte sich auch um den Standort der Glascontainer. Das Fazit der Gesprächsrunde: Keiner will die Container in seiner Nähe haben und Standortvorschläge hat auch niemand. Die meisten Redner waren dafür, die Container am jetzigen Standort im Ägidiusweg gegenüber dem Feuerwehrhaus zu belassen.

    An der neuen Fußgängerbrücke in Münsterschwarzach hat Gottfried Haun bereits Haarrisse entdeckt. Die Gemeinde habe schon reagiert, so der Bürgermeister. Günther Weckert fürchtet den Baustellenverkehr bei der Erschließung des neuen Baugebiets in Gerlachshausen. Seine Frage: "Wohin kann der Verkehr abfließen?" Schmitts Antwort: "Über die Straße nach Dimbach."

    Kati Memmel freut sich auf die neue Grundschule und hofft darauf, dass der Unterricht der Schulkinder in Containern reibungslos abläuft. "Es wird eng", prophezeite Schmitt. Der Pausenhof kommt in der Übergangsphase hinter das Schulgebäude, der Klettergarten ist nicht nutzbar.

    Toni Freibott fragte sich, weshalb auf den Parkplätzen am neuen Münsterschwarzacher Kindergarten Rabatten als Stolperfallen installiert wurden. "Der Kindergarten ist jetzt barrierefrei und auf die Parkplätze baut man Barrieren", kritisierte er die Planer.

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