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    Willanzheim

    Willanzheim: Forstamt rät zu Schwammspinner-Befliegung

    Aus der Ferne sah der Wald am Hüttenheimer Tannenberg noch in Ordnung aus. Doch jetzt droht in Hüttenheim und Markt Herrnsheimer eine große Schwammspinner-Population, weswegen das Forstamt der Gemeinde zur Bekämpfung aus der Luft rät.
    Aus der Ferne sah der Wald am Hüttenheimer Tannenberg noch in Ordnung aus. Doch jetzt droht in Hüttenheim und Markt Herrnsheimer eine große Schwammspinner-Population, weswegen das Forstamt der Gemeinde zur Bekämpfung aus der Luft rät. Foto: Achim Volkamer

    Viele Kommunen sind stolz auf ihren Waldbesitz, doch dieser bereitet den Gemeinden heutzutage auch oft große Sorgen. Denn die Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung sind unübersehbar, Baumsterben und Schädlingsbefall beschäftigen auch den Willanzheimer Gemeinderat schon mehrere Jahre.

    Aktuell plagt der Schwammspinner den Wald in den Ortsteilen Markt Herrnsheim und Hüttenheim, der Schädling bedroht dort zuvorderst die Eichenbestände. "Fast der gesamte südliche Steigerwald ist betroffen", schilderte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert die Situation. Deswegen riet das Forstamt der Gemeinde, die flächige Befliegung zur Bekämpfung des Schwammspinners zu beantragen.

    Den Ratsmitgliedern schlugen in ihrer jüngsten Sitzung zwei Herzen in ihrer Brust, wollten sie doch einerseits die Waldflächen retten. Andererseits gibt es aber im Herrnsheimer Wald seit geraumer Zeit eine Monotoring-Fläche als Forschungsprojekt der Technischen Universität München, nach der eine Bekämpfung aus der Luft hinfällig wäre. Schweren Herzens entschied sich die Ratsrunde gegen das Forschungsprojekt und für die Befliegung zur Rettung des Herrnsheimer und Hüttenheimer Walds.

    5600 neue Bäume gepflanzt

    In Folge des Fichtensterbens hat die Gemeinde aktuell im Gemeindewald 5600 junge Bäume gepflanzt. Neue Baumarten wie Elsbeere, Roteiche, Kirschen oder Winterlinde sollen einen Mischwald ergeben, der hoffentlich besser mit Hitzeperioden zurecht kommt. Im Herrnsheimer Wald macht sich auch noch ein Biber breit, der einem Jungwald zusetzt, weswegen die Fläche eingezäunt werden soll. Da das Tier geschützt ist, wird die Gemeinde nochmals einen Antrag stellen, um zumindest einen Teil der Schäden ersetzt zu bekommen.

    Zu einem Ortstermin an der neuen Willanzheimer Schule hatten sich kürzlich die Verantwortlichen getroffen, um die Gestaltung der Außenanlagen zu besprechen. Die Verantwortlichen der Schule und des Elternbeirats konnten ihre Wünsche äußern. Jetzt werden entsprechende Angebote eingeholt und, wenn diese auf dem Tisch liegen werden, dann bei einem weiteren Ortstermin die Entscheidungen getroffen.

    Gülle-Erdbecken wurde angelehnt

    In Hüttenheim verläuft der Abwasserkanal des Sportheims durch das benachbarte Grundstück, auf dem das Dorfgemeinschaftshaus und der Kindergarten entstehen. Da beide Grundstücke der Gemeinde gehören, wird jetzt der alte Kanal vom System abgetrennt, wie Fachmann Oliver Etienne vorschlug. Jetzt wird ein neuer Kanal gebaut, über den das Sportheim, das Dorfgemeinschaftshaus und der Kindergarten gemeinsam entwässert werden.

    Einen Antrag auf einen Vorbescheid zur Erweiterung eines Milchviehstalls in Willanzheim leitete der Gemeinderat zur Prüfung an die Behörden weiter.

    Dagegen versagte die Ratsrunde ihre Zustimmung zu einem Antrag eines Landwirts, der in der Markt Herrnsheimer Gemarkung ein Gülle-Erdbecken errichten will. Der Gemeinderat war nicht mit den Zufahrts-Wegstrecken einverstanden und will deswegen das Gespräch mit dem Antragsteller suchen.     

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