• aktualisiert:

    NORDHEIM

    Zehn Jahre Tricks und Riffs beim Skate 'n' Rock

    Bereits zum zehnten Mal kommen Skater und Rockmusiker am Wochenende nach Nordheim. Foto: Fabian Harth

    Coole Tricks und harte Gitarrenriffs. Das Skate 'n' Rock ConFest verbindet einen Skate-Wettbewerb mit einem Rockfestival. Am Samstag, 18. August, findet es zum zehnten Mal in Nordheim am Festplatz statt.

    Seine Ursprünge hat das Festival 2004 in Sommerach. Tobias Hauck, Gründer des Wettbewerbs und Vereins und aktueller Vorstand, und seine Freunde hatten dort Rampen gebaut. Sie wollten bereits das damalige „Cheap Fries“ Musikfestival mit einem Skate-Wettbewerb verbinden. Die Gemeinde war aber dagegen und ließ die Rampen verschrotten, nachdem es Beschwerden vom Campingplatz gegeben hat. Hauck und seine Freunde ließen sich nicht entmutigen und bauten einen neuen Skatepark in Nordheim.

    Regnerischer Start

    Am 6. Juni 2009 war es dann soweit. Der erste Contest fand statt. Es begann zu regnen. Deswegen konnte der Skate-Wettbewerb nicht mit allen Altersgruppen stattfinden. Auch das anschließende Konzert drohte ins Wasser zu fallen. Die Fläche um die Bühne war matschig, so dass das Konzert in eine kleine Hütte verlegt wurde. Die Bands spielten auf einer Palettenbühne. Einnahmen gab es noch nicht und es spielten auch nur befreundete Bands.

    Steigende Reichweite

    Das Festival wurde in den darauffolgenden Jahren immer größer. Somit wollten nach und nach immer bekanntere Bands auf dem Festival spielen. „Die Bands spielen grundsätzlich ohne Gage“, sagte Hauck. Es bleibe aber auch niemand auf seinen Ausgaben sitzen. Auch die Helfer arbeiten alle ehrenamtlich bei den drei Veranstaltungen, die der Verein jährlich organisiert. „Wenn man viele Hände hat, funktioniert das auch“, sagt Hauck. Die Einnahmen fließen in die Jugendarbeit und den Erhalt des Skateplatzes.

    Besucher aus ganz Deutschland

    Dass sich der Wettbewerb zu einem der größten in Nordbayern entwickelt, konnte Hauck am Anfang nicht ahnen. „Vorletztes Jahr waren Leute aus Plauen, Berlin und Erfurt hier“, erklärt Hauck. Durch bekanntere Bands und die Aktivitäten des Vereins in den sozialen Netzwerken steige die Bekanntheit weiter an. Unterstützung von einem Verband erhalten sie nicht. „Skater lieben Individualität“, sagt Hauck. Ohne die Gemeinde Nordheim sei die Veranstaltung des ConFests allerdings nicht möglich.

    Der Wettbewerb selbst besteht aus einer 60 Sekunden langen Session, in der jeder seine besten Tricks zeigen kann. „Ich kenne niemanden, der nur gewinnen will“, erklärt Hauck. Der Spaß steht also im Vordergrund. Deshalb gibt es verschiedene Minispiele. Darunter „Snakerun“ und „Skatelimbo“.

    Bisherige Höhepunkte und Zukunft

    Gab es ein Jahr, das einen besonderen Höhepunkt darstellt? „Es ist bisher so, dass jedes Jahr das Jahr davor getoppt hat, sagt Tobias Hauck. 2016 haben sie sein altes Auto zu einer Rampe umgebaut. Zum Jubiläum am Samstag soll es wieder aufgestellt werden. „Eigentlich bin ich zufrieden so, wie es jetzt ist“, sagt Hauck mit Blick auf die Zukunft. Noch bekanntere Bands und ein weiter steigendes Niveau der Skater wären allerdings auch schön.

    Das Jubiläums-Festival

    Die zehnte Variante des ConFests startet am Samstag um 10 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück. Ab 12 Uhr starten die Wettbewerbe in verschiedenen Altersgruppen. Die Anmeldung erfolgt vor Ort und es gibt keine Startgebühr. Ab 18 Uhr spielen die Bands, darunter „Walk the Plank“ aus Washington D.C und „Knochenfabrik“ aus Köln. Wer weiter feiern möchte, kann auf die Aftershow-Party nach Volkach gehen.

    Bearbeitet von Max Schäfer

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!