• aktualisiert:

    Kitzingen

    Zwölf Stimmen entscheiden Bürgermeisterwahl in Wiesentheid

    Klaus Köhler setzt Amtsinhaber Werner Knaier mit einem hauchdünnen Ergebnis ab. Auch in anderen Gemeinden wie Nordheim ging es denkbar knapp aus. Der Überblick.
    Klaus Köhler (FWB) setzte sich bei der Bürgermeisterwahl in Wiesentheid denkbar knapp gegen den bisherigen Amtsinhaber Werner Knaier (CSU) durch.
    Klaus Köhler (FWB) setzte sich bei der Bürgermeisterwahl in Wiesentheid denkbar knapp gegen den bisherigen Amtsinhaber Werner Knaier (CSU) durch. Foto: Andreas Stöckinger

    Zu einer Sensation ist es in Wiesentheid gekommen: Mit gerade einmal zwölf Stimmen mehr setzte sich Klaus Köhler (FWB) gegen den bisherigen Amtsinhaber Werner Knaier (CSU) durch. Köhler sei überwältigt von seinem Erfolg. Knaier konnte sich die Niederlage nicht erklären, werde sich aber weiter für das Wohl Wiesentheids einsetzen.

    Mit 69,3 Prozent setzte sich Dieter Lenzer (FW) in Iphofen gegen seinen Mitbewerber Dr. Jürgen Kößler (SPD) durch. Für ihn sei "das Ergebnis in Ordnung", sagte Lenzer, der als Favorit ins Rennen gegangen sei, nachdem die CSU keinen Kandidaten mehr aufgestellt habe.

    Achtungserfolg für den Wahlverlierer

    Er bedauere es, dass es keine große Feier gebe, wollte aber seinen Erfolg zumindest im kleinen Kreis feiern. Kößler bewertete sein Abschneiden als "einen Achtungserfolg". Sein Ziel seien mindestens 20 Prozent gewesen, das habe er übertroffen.

    In Wiesenbronn setzte sich Volkhard Warmdt (Bürgerliste) durch. Mit 60,4 Prozent erreichte er gegenüber Ulrike Paul und Mario Hofmann die absolute Mehrheit.

    Ein Hoch auf den neuen Wiesenbronner Bürgermeister (von links): Romuald und Lydia Pfrang, Christiane Brauns, der neue Gemeindechef Volkhard Warmdt, Barbara und Martin Adler.
    Ein Hoch auf den neuen Wiesenbronner Bürgermeister (von links): Romuald und Lydia Pfrang, Christiane Brauns, der neue Gemeindechef Volkhard Warmdt, Barbara und Martin Adler. Foto: Diana Fuchs

    Peter Matterne (CSU) eroberte mit einem Stimmenanteil von 52,7 Prozent das Segnitzer Rathaus. Ebenfalls um das Bürgermeisteramt beworben hatten sich Elke Breucker (Bürgerliste) und Klaus Müller (SPD). "Damit hätte ich im ersten Wahlgang nie gerechnet", sagte Matterne. "Ich kann mit Zahlen umgehen, das hat der Wähler offenbar gewürdigt", sagte der 47-jährige Finanzbeamte.

    Biebelried entgeht knapp einer Stichwahl

    Auch in Biebelried gibt es keine Stichwahl, obwohl drei Kandidaten zur Wahl angetreten waren. Amtsinhaber Roland Hoh (FWG) setzte sich mit 52,3 Prozent im ersten Wahlgang gegen Manfred Kleinschrodt und Gabriele Brejschka durch. "Darauf haben wir hingearbeitet", sagte Hoh. Es sei der richtige Weg gewesen, aus der CSU aus- und für die Freien Wähler anzutreten.

    Thomas Reichert (CSU) bleibt für eine zweite Amtszeit Bürgermeister in Marktsteft. Der bisherige Amtsinhaber setzte sich mit 54,3 Prozent gegen Herausforderer Sebastian Schneider (FWG) durch. Reichert habe sein Ziel erreicht und mehr Stimmen als vor sechs Jahren erhalten.

    Eine Überraschung erlebte Nordheim: Dort setzte sich Sybille Säger (CSU/FB) mit 51,6 Prozent gegen den bisherigen Amtsinhaber Guido Braun (NL) durch. "Das Ergebnis zeigt, dass die Nordheimer eine Veränderung wollten", sagte die Wahlsiegerin. Braun wünschte seiner Nachfolgerin "eine glückliche Hand".

    Eindeutiges Ergebnis in Obernbreit

    In Obernbreit gab es ein deutliches Ergebnis zugunsten von Susanne Knof (FW). Sie setzte sich mit 79,5 Prozent gegen Thorsten König (CSU) durch. Ihr Engagement sei gewürdigt worden, sagte sie.

    Matthias Dusel (SKL) ist neuer Bürgermeister in Sulzfeld. 64,0 Prozent der Stimmen vereinte er auf sich. Dusel löst Gerhard Schenkel ab, der nach 36 Jahren nicht mehr angetreten war. "Es ist ein überragendes Ergebnis", freute sich Dusel.

    Peter Sterk (CSU/FB) ist neuer Bürgermeister in Großlangheim. Er wolle sich nun um ein gutes Miteinander bemühen. Mit 56,2 Prozent setzte er sich gegen Mitbewerber Karsten Droll (ULK) durch. Trotz der Niederlage freute er sich über sein Ergebnis. Es zeige ihm, dass auch hinter ihm viele Wähler stünden.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Kitzingen-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!