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    Prichsenstadt

    Aufzug am Ärztehaus Prichsenstadt ist genehmigt

    Im Oktober war er noch ein Plan des Architekturbüros Buchholz & Platzeder, jetzt wird er Wirklichkeit: der Aufzug am Ärztehaus in Prichsenstadt. Gut 90 000 Euro wird das Konstrukt aus Stahl und Glas kosten, 30 Prozent davon sind über die Städtebauförderung gedeckt. Einem entsprechenden Bauantrag des Büros erteilte der Rat mit 13:2 Stimmen seinen Segen.

    Dieser barrierefreie Zugang zur Zahnarztpraxis im Obergeschoss des Ärztehauses hatte den Rat in der Vergangenheit mehrmals beschäftigt. So war beispielsweise ein Treppenlift im angedacht, doch wurde der aus Platzgründen wieder verworfen. Das Treppenhaus ist zu eng für einen solchen Lift, außerdem würde der Fluchtweg verengt und ein im Erdgeschoss abgestellter Rollstuhl behindert den Zugang zur Praxis der Allgemeinärzte im Erdgeschoss. Auch ein Außenlift war verworfen worden, jetzt kommt er doch. Nicht in Massivbauweise, wie ihn Alfons Saugel seinerzeit ins Spiel gebracht hatte, sondern als "filigran wirkender Aufzug", so Bürgermeister René Schlehr. Vielleicht, sinnierte er, ließe sich ja eine spezielle Folie anbringen, die genügend Tageslicht in das Behandlungszimmer im Erdgeschoss lassen und wenig "Einblicke" in selbiges bieten würde.

    Im Obergeschoss verzichten die Zahnärztinnen auf einen kleinen Aufenthaltsraum, der zukünftig zum Eingangsbereich aus dem Aufzug wird und die Patienten direkt ins Wartezimmer und die Anmeldung leitet. Gebaut wird er neben der Stahlrampe, dem barrierefreien Zugang ins Erdgeschoss. An dieser Stelle bietet sich auch genügend Platz für zwei Halteplätze für Autos mit Rollstuhlfahrern oder Rettungsfahrzeuge.

    Weitere Themen des Rates

    Ursprünglich stand der Bebauungsplan "Am Schlossbergring" in Altenschönbach auf der Tagesordnung. Die Räte hätten sich mit den Einwänden und Hinweisen der Träger öffentlicher Belange und den Einwänden eines Anwohners beschäftigen sollen. Weil jedoch ein Mitarbeiter des Ingenieurbüros Valentin Maier verhindert war, wollte der Bürgermeister diesen Punkt absetzen. "Natürlich könnten wir das auch selbst alles machen, es liegt ja alles schriftlich vor", so Schlehr. Doch mit Blick gerade auf die neuen Räte hätte er diesen Tagesordnungspunkt gern dafür genutzt, dass sie sich erstmals von einem Fachmann informieren lassen und ihn mit Fragen löchern können. Schlehrs Antrag auf Vertagung stimmten die Räte einstimmig zu.

    Unerfreuliches hatte der Bürgermeister unter "Verschiedenes" zu vermelden. Am Wochenende war das Haus für Kinder Ziel von Bierflaschen-Weitwurf geworden, betroffen war insbesondere der Außenbereich der Krippe. Das Personal und der Hausmeister hatten den Schaden rechtzeitig entdeckt, sodass sich keines der Kinder an den Glasscherben verletzen konnte. Da fehlte nicht nur dem Bürgermeister jegliches Verständnis. "Das ist kein dummer-Jungen-Streich, das kann sogar in Richtung Körperverletzung gehen", sagte er. Eine Überwachung mit Videokameras oder einer Wildkamera musste Schlehr eine Absage erteilen, "das geht aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht".

    Nach wie vor kein Ortssprecher -Kandidat für Bimbach

    Die Wahl des Ortssprechers in Järkendorf könnte noch vor der Sommerpause angeleiert werden. Wenn es geht, will der Bürgermeister dann die Einladung an die Järkendorfer verschicken, sodass nach den Ferien ein Ortssprecher gewählt wird. Nach wie vor aber finde sich leider niemand für Bimbach, so Schlehr. Ein Ortssprecher hat eine beratende Stimme im Stadtrat, kann Anträge stellen und hat dadurch die Möglichkeit, die Interessen seines Ortsteils direkt ins Gremium zu bringen. Stimmrecht hat ein Ortssprecher allerdings nicht.

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