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    Biebelried

    Biebelried investiert viel Geld

    In die Neugestaltung der Würzburger Straße wird viel Geld fließen. Aber auch andere Projekte geht die Gemeinde Biebelried an. Insgesamt will sie über 3,6 Millionen Euro investieren.
    In die Neugestaltung der Würzburger Straße wird viel Geld fließen. Aber auch andere Projekte geht die Gemeinde Biebelried an. Insgesamt will sie über 3,6 Millionen Euro investieren. Foto: Gerhard Krämer

    Rund 6,81 Millionen Euro beträgt das Volumen des Gesamthaushaltes der Gemeinde Biebelried, der jetzt verabschiedet wurde. Rund eine Million Euro mehr als im Verwaltungshaushalt stehen im Vermögenshaushalt, nämlich 3,9 Millionen Euro. Das zeigt, dass in der Gemeinde viel investiert wird. Mit Blick auf den Investitionsplan sagte Kämmerer Michael Schmitt, dass die Gemeinde in den nächsten zwei Jahren viel vorhabe, wofür andere Gemeinden deutlich länger brauchten.

    Für die sieben neuen Gemeinderäte war es der erste Haushaltsplan. Ein Grund für Gemeinderätin Andrea Czech, den Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Michael Schmitt zu bitten, den 148-seitigen Haushalt Seite für Seite durchzugehen. Die meisten Fragen kamen allerdings von Czech selbst. So zum Beispiel gleich beim Punkt Aufwendungen für ehrenamtliche Tätigkeit. Wie berichtet, klärt derzeit noch die Rechtsaufsicht am Landratsamt die Höhe der monatlichen Aufwandsentschädigung für Bürgermeister Roland Hoh. Deswegen wollte Czech wissen, ob die im Plan stehende Summe aktuell als Grundlage genommen wurde oder die neue. Da letztere noch nicht bekannt ist, enthält der Haushaltsposten die bisherige.

    Gedanklich in den Januar 2020 zurückversetzen

    Schmitt sagte, dass sich der Gemeinderat gedanklich zum 1. Januar 2020 zurückversetzen müsste. Allerdings habe man, da das Jahr fortgeschritten sei, bereits aktuelle Zahlen eingearbeitet. Ebenso sei Corona berücksichtigt worden, zum Beispiel bei niedrigeren Einnahmen bei den Kindergartengebühren.

    Als Schlüsselzuweisung erhält die Gemeinde 354 100 Euro. Die Einkommenssteuerbeteiligung liegt bei 771 400 Euro. An Gewerbesteuereinnahmen rechnet Schmitt vorsichtig mit 175 000 Euro. Aus Grundsteuer A und B sollen 122 000 Euro fließen. 491 100 Euro zahlt die Gemeinde als Kreisumlage, 158 900 Euro sind als Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft abzuführen.

    Stellt man die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt insgesamt nebeneinander, bleiben 71 200 Euro übrig, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Abzüglich der Tilgung für Darlehen in Höhe von 41 400 Euro verbleiben eine sogenannte freie Finanzspanne von 29 800 Euro. In den kommenden Jahren soll sie Zuführungssumme laut Schmitt wieder deutlich höher sein.

    1,52 Millionen aus Grundstücksverkäufen im Baugebiet Pförtlein

    Im Vermögenshaushalt kommen die Einnahmen aus Investitionszuweisungen, zum Beispiel für die Grundschule in Höhe von rund 500 000 Euro oder für die Würzburger Straße in Höhe von rund 540 000 Euro. Aus Grundstücksverkäufen im Baugebiet Pförtlein In Kaltensondheim nimmt die Gemeinde etwa 1,52 Millionen Euro ein. 366 000 Euro beträgt der Überschuss aus dem Jahr 2019 und wird quasi als Rücklage entnommen. Derzeit sind damit keine Rücklagen enthalten, abgesehen von den Sonderrücklagen für die Abwasserbeseitigung (rund 391 000 Euro) und die Wasserversorgung (rund 22 000 Euro).

    500 000 Euro sollen als Kredit aufgenommen werden. Bislang betrug die Verschuldung der Gemeinde Ende 2019 rund 222 500 Euro, inklusive innerer Darlehen aus den Sonderrücklagen 397 500 Euro. Diese inneren Darlehen müssen aber laut Schmitt spätestens dann zurückbezahlt werden, wenn im Bereich Abwasser Geld benötigt wird. Das sei 2021 der Fall.

    Zugang zur Feuerwehr soll barrierefrei werden

    Investiert wird in diesem Jahr unter anderem in die Neugestaltung der Würzburger Straße (rund 1,3 Millionen Euro), in das neue Baugebiet Westheim (rund 240 000 Euro) oder in das Baugebiet Pförtlein in Kaltensondheim (rund 965 000 Euro). Jeweils 50 000 Euro sind vorgesehen für die Beschaffung von Fahrzeugen für die Feuerwehr oder den Bauhof. Was in diesem Jahr noch alles möglich ist, muss sich noch zeigen. Insgesamt sind Investitionen von über 3,6 Millionen Euro vorgesehen.

    Andrea Czech wünschte sich noch 50 000 Euro für den Bau eines barrierefreien Zugangs für das Feuerwehrhaus Kaltensondheim. Dies wird noch aufgenommen. Dafür wird die Summe für den Erwerb von bebauten Grundstücken von 50 000 auf 25 000 Euro reduziert und ein Zuschuss für den barrierefreien Zugang in Höhe von 25 000 Euro angenommen. Damit können zumindest die Planungen aufgenommen werden, sobald sich der Gemeinderat auf eine Lösung geeinigt hat.

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