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    Abtswind

    Defizit für Haus des Gastes liegt im Rahmen

    Das jährliche Defizit für das Haus des Gastes nimmt die Gemeinde Abtswind in Kauf. Das 1976 errichtete Gebäude gehört der Kommune und wird für größere Veranstaltungen genutzt.
    Das jährliche Defizit für das Haus des Gastes nimmt die Gemeinde Abtswind in Kauf. Das 1976 errichtete Gebäude gehört der Kommune und wird für größere Veranstaltungen genutzt. Foto: Andreas Stöckinger

    In der Sitzung des Abtswinder Gemeinderats gab Bürgermeister Jürgen Schulz einige Ausgaben bekannt, darunter waren unter anderem der Jahresabschluss für das Haus des Gastes. Dazu führten der Bürgermeister und Kämmerin Christine Volk an, warum die Kommune im Jahr 2018 einen deutlich höheren Stromverbrauch hatte. Dieser wurde kürzlich von der Rechnungsprüfung moniert.

    Beim gemeindeeigenen Haus des Gastes trug Bürgermeister Schulz vor, dass der Jahresabschluss für 2018 einen Verlust von 22 103 Euro ausweist. Das sei im Rahmen, das Gebäude sorge alljährlich für rote Zahlen, so Schulz. Man müsse bedenken, dass das Gebäude aus den Siebziger Jahren stamme, die Gemeinde sei froh, ein solches Haus für größere Veranstaltungen zu haben. Wegen der Corona-Pandemie trifft sich der Gemeinderat dort aktuell zu seinen Sitzungen. Für dieses Jahr rechnet Bürgermeister Schulz mit einem größeren Defizit, weil dort keine Veranstaltungen stattfinden dürfen.

    Außergewöhnlicher Anstieg beim Stromverbrauch

    Beim Thema erhöhter Stromverbrauch im Jahr 2018 lagen die Gründe auf der Hand. Zum  "außergewöhnlichen Anstieg", so Schulz, haben in erster Linie der Hochbehälter der Wasserversorgung, das Wasserwerk und die Kläranlage beigetragen. Beim Wasserwerk sei der Verbrauch von 26 000 Kilowattstunden (KWH) auf 33 000 KWH, und aktuell auf 41 000 KWH gestiegen. Das habe daran gelegen, dass vermehrt Spülungen notwendig waren, um den Einsengehalt des Trinkwassers zu reduzieren. Außerdem habe man nun eine neue Anlage. "Mehr Technik braucht einfach mehr Strom", so der Bürgermeister.

    Im Hochbehälter stieg der Verbrauch von rund 2000 KWH auf 3865 KWH, weil die Gemeinde dort einen Luftbefeuchter installieren musste. Dieser sei auf Höchstleistung gelaufen, um den dort festgestellten Schimmel zu beseitigen. Zudem war eine neue, stärkere Pumpe fällig, die das Trinkwasser auf den Friedrichsberg befördert. Damit waren die Punkte geklärt, die der gemeindliche Ausschuss zur Rechnungsprüfung moniert hat.

    Zum Thema Stromverbrauch teilte der Bürgermeister mit, dass die Gemeinde im Vorjahr für ihre Anlagen 352 813 Kilowattstunden verbraucht habe. Wie bisher werde man auch künftig Ökostrom beziehen, wurde im Rat beschlossen.  

    5000 Euro für Vereine mit Jugendarbeit

    Bürgermeister Schulz gab außerdem die Zahlen zur Kinder- und Jugendförderung für das Jahr 2020 bekannt. Die Gemeinde stellt den Vereinen und Organisationen, die Jugendarbeit betreiben, auf Nachweis einen Betrag von insgesamt 5000 Euro zur Verfügung. Je nach Abteilung und gemeldeter Anzahl wird der Betrag berechnet. Danach ergibt sich folgende Förderung: TSV Abtswind 2032 Euro; Evangelische Pfarrgemeinde 1995 Euro; Wasserwacht 370 Euro; Jugendfeuerwehr 330 Euro; Posaunenchor 270 Euro. Der Gemeinderat genehmigte die Zuschüsse.

    Außerdem beantragt das Ratsgremium für Abtswind künftig vier verkaufsoffene Sonntage. Diese sollen im Mai zum Internationalen Museumstag, zum Brunnenfest im Juli, sowie einmal im August und zum Weihnachtsmarkt im Dezember, sein. Sollte der Antrag vom Amt genehmigt werden, können die Abtswinder Geschäfte an diesen Sonntagen öffnen.

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