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    Schwarzach

    Dorferneuerung: Schwarzenau wünscht sich einen Zugang zum Main

    Die Schwarzenauer träumen von einer Naherholungsfläche am Mainufer (rechts). Die anstehende Dorferneuerung soll diesen Wunsch erfüllen und den Bereich dieser Pferdekoppel und des Campingplatzes durchgängig machen.
    Die Schwarzenauer träumen von einer Naherholungsfläche am Mainufer (rechts). Die anstehende Dorferneuerung soll diesen Wunsch erfüllen und den Bereich dieser Pferdekoppel und des Campingplatzes durchgängig machen. Foto: Peter Pfannes

    Die Schwarzenauer wünschen sich mehr Naherholungsflächen und vor allem Zugänge zum Mainufer. Aktuell verhindern der Campingplatz, eine Pferdekoppel, der Bootshafen sowie Äcker und Wiesen das Flanieren zum und am Fluss.

    Mit der Dorferneuerung im Schwarzacher Ortsteil soll sich das allerdings in den nächsten zwei bis drei Jahren ändern. Wie Planerin Evi Mohr vom Architekturbüro Schlicht Lamprecht in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag informierte, sind die Planungen fortgeschritten.

    In den vergangenen Monaten hatten Arbeitskreise die Defizite im Ort aufgedeckt und mögliche Verbesserungen erarbeitet. Mohr stellte die Ergebnisse vor.

    Mainufer und Brückendamm haben höchste Qualität

    Der höchsten Qualitätsstufe ordneten die Arbeitskreise das Mainufer und den alten Brückendamm zu. Bei der Ortsgestaltung stehen denkmalgeschützte historische Gebäude und ortsprägende Hofstrukturen ganz oben auf der Prioritätenliste.

    Als Herausforderung sieht die Planerin Gebäude in schlechtem Zustand, die nicht zum positiven Ortsbild beitragen, und leerstehende Gebäude. Von großer Bedeutung für das Dorfleben seien auch das Haus der Gemeinschaft, der Platz am "Bänkla" und die Spielflächen.

    Von den Arbeitskreisen wurde eine Gestaltung des öffentlichen Raums gewünscht, beispielsweise die Dettelbacher Straße und der Bereich an der Bushaltestraße.

    Wunsch nach mehr Naherholung soll umgesetzt werden

    Verbessern möchte Mohr die beiden Ortseingänge. Immer wieder kam die Planerin auf den Wunsch der Schwarzenauer zurück: Zugänge zum Main, um dort spazieren und sich erholen zu können. Die Dorferneuerung soll diesen Traum von mehr Naherholung Wirklichkeit werden lassen und die aktuell bestehenden Barrieren öffnen.

    In die Recherchen des Büros flossen die aktuelle Siedlungsstruktur, Leerstände, Gebäudezustände und Gebäudenutzung ein. Auch Naturschutzgebiete, Obstgärten und Grünflächen rund ums Dorfs hat Mohr berücksichtigt.

    Begonnen hatte die Arbeit der Arbeitskreise mit einem Auftaktseminar in Klosterlangheim bei Lichtenfels. Dabei wurden Mängel im Dorf ermittelt und mögliche Verbesserungen mit dem Ziel erarbeitet, ein Maßnahmenkonzept, eine Prioritätenliste und Leitlinien für die private Gestaltung zu erstellen.

    Alle Maßnahmen würden 6,1 Millionen Euro kosten

    Nach einer Exkursion trafen sich alle Arbeitskreise zur Diskussion offener Fragen. Eine öffentliche Abschlussveranstaltung steht jetzt noch aus. "Wir sind relativ weit", sagte die Planerin und ging auf konkrete Maßnahmen ein. Den Vorentwurf habe sie bereits beim Amt für ländliche Entwicklung eingereicht, um das Verfahren zu beschleunigen.

    Bürgermeister Volker Schmitt erläuterte das weitere Vorgehen. Nach der Genehmigung und der Anordnung des Dorferneuerungsverfahrens werde das Budget festgelegt. "Wir bräuchten 6,1 Millionen Euro, um alles umzusetzen", meinte Schmitt.

    Danach sollen in den Arbeitskreisen Einzelpläne erarbeitet werden, "sobald es Corona zulässt". Er rechnet mit einer Umsetzung in den Jahren 2022 und 2023. Alle Gemeinderäte waren mit dem Vorentwurf und der weiteren Vorgehensweise einverstanden.

    Bauarbeiten am Parkplatz am Abtei-Torhaus beginnen

    Am 22. Juni beginnen die Arbeiten am Parkplatz vor dem Torhaus der Abtei und dauern etwa vier Monate. Wegen der Baustelle wird es auf der Schweinfurter Straße zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Straße ist nur halbseitig befahrbar. Eine Ampel regelt den Verkehr.

    Ab 2021 müssen alle Schwarzacher Gewerbetreibenden und Gastronomiebetriebe für Hinweisschilder im öffentlichen Raum Sondernutzungsgebühren (20 Euro jährlich) bezahlen. Aus Gründen der Gleichbehandlung, hieß es im Beschluss. Bislang zahlen nicht alle.

    Die Camping Mainblick GbR beantragte die weitere Verwendung der Werbetafel des ehemaligen Gasthauses "Schwarzer Adler" an der Ortseinfahrt nach Schwarzenau. Mit der Übernahme der Tafel war der Gemeinderat einverstanden, aber das neue Schild soll kleiner ausfallen.

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