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    Mainbernheim

    Ein Schulranzen aus Holz als Erinnerung

    Bürgermeister Peter Kraus hat den Schulranzen schon einmal in der Nähe der alten Schule in Mainbernheim platziert, an der das Objekt des Gedenkens an die Deportation von Schülern erinnern soll.
    Bürgermeister Peter Kraus hat den Schulranzen schon einmal in der Nähe der alten Schule in Mainbernheim platziert, an der das Objekt des Gedenkens an die Deportation von Schülern erinnern soll. Foto: Gerhard Krämer

    Es war der 25. April 1942: 852 jüdische Bürger aus Unterfranken wurden vom Bahnhof Aumühle in Würzburg in ein Konzentrationslager transportiert. Darunter befanden sich auch ehemalige jüdische Mitbürger aus Mainbernheim. In Würzburg ist mittlerweile ein Gedenkort eingerichtet. Auch in Mainbernheim soll mit einem Objekt, einem Schulranzen aus Holz, die Erinnerung an die Deportation wachgehalten werden.

    2018 bereits hatte die Koordinatorin des Aktionsbündnisses "Wir wollen uns erinnern" dem Stadtrat das Projekt "DenkOrt Deportationen" vorgestellt. Am Gedenkort in Würzburg sollte möglichst aus jeder Gemeinde, aus der jüdische Mitbürger deportiert wurden, ein Gepäckstück aus Holz, Metall oder Beton ausgestellt werden. Dieses wird mit dem Namen der Gemeinde versehen. Ein gleichartiges Gepäckstück soll dann in der Herkunftsgemeinde an einem besonderen Ort aufgestellt werden.

    Der Stadtrat von Mainbernheim hat sich an dem Projekt beteiligt. Das Objekt: ein Schulranzen aus Holz. Das Gremium war damit dem Vorschlag der Stadtführerin Ludmilla Eisenbraun gefolgt, mit Schulranzen an die Deportation von Kindern zu erinnern.

    Ein Schulranzen befindet sich nun am Gedenkort in Würzburg, das zweite Exemplar soll beim Brunnen vor der Kirche bei der ehemaligen Schule in der Stadt aufgestellt werden. Dazu wird noch eine Ausstellungsvitrine angefertigt. Angedacht wurde auch eine Informationstafel.

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