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    Abtswind

    Finanzstarkes Abtswind: 600 Arbeitsplätze bei 850 Einwohnern

    Bürgermeister Jürgen Schulz sieht Abtswind auf dem richtigen Weg. Kräuter Mix als wichtigstem Arbeitgeber geht es trotz Corona gut. Und bald gibt's den ersten Gemeinde-Wein.
    Eine florierende Gemeinde: Abtswinds Bürgermeister Jürgen Schulz blickt optmistisch in die Zukunft.
    Eine florierende Gemeinde: Abtswinds Bürgermeister Jürgen Schulz blickt optmistisch in die Zukunft. Foto: Andreas Stöckinger

    Beim Blick auf seien Gemeinde kann Abtswinds Bürgermeister Jürgen Schulz auch in Zeiten der Corona-Pandemie zufrieden sein. "Wir hatten Glück, unsere Firmen konnten weiter produzieren. Kräuter Mix hatte eher ein Hoch als Kurzarbeit." Laufe es bei dem mit über 450 Arbeitsplätzen wichtigsten Unternehmen und damit Steuerzahler im Ort, dann brauche sich Abtswind kaum Sorgen zu machen. Insgesamt 600 Arbeitsplätze kann die 850-Einwohner zählende Gemeinde vorweisen.

    Die geordneten Finanzen dürften damit nicht in Gefahr sein, die Einnahmen Abtswinds aus Gewerbe- und Einkommensteuer brechen vorerst nicht weg. Vom Staat bekommt die Kommune eher wenig. "Wir sind eher Geldgeber, als Empfänger", erläutert das Oberhaupt der Gemeinde mit der zweitbesten Finanzkraft im Landkreis.

    "Wir hatten Glück, unsere Firmen konnten weiter produzieren. Kräuter Mix hatte eher ein Hoch als Kurzarbeit."
    Abtswinds Bürgermeister Jürgen Schulz

    Zu Beginn seiner zweiten Amtsperiode als Bürgermeister hat es Jürgen Schulz seiner Ansicht nach leichter als beim Start vor sechs Jahren. Er wisse, was auf einen zukommt, viele Projekte seien bereits am Laufen, sagt der 54-jährige. Dabei meint er etwa den neuen Kindergarten, der nach gut einem Jahr Bauzeit nun vor wenigen Tagen seiner Bestimmung übergeben wurde. Beim zweiten, der Erneuerung der Wasserversorgung, ist der Bau des Wasserwerks bis auf die Außenanlagen nahezu abgeschlossen.

    Einen Teil der Zukunft Abtswinds hat Bürgermeister Jürgen Schulz hier im Rücken. Auf dieser Fläche soll künftig Platz für Gewerbe geschaffen werden.
    Einen Teil der Zukunft Abtswinds hat Bürgermeister Jürgen Schulz hier im Rücken. Auf dieser Fläche soll künftig Platz für Gewerbe geschaffen werden. Foto: Andreas Stöckinger

    Für das Ortsoberhaupt gilt es, weiter voraus zu schauen. Der Ort wächst, freie Wohnungen sind in Abtswind Mangelware. Das vor drei Jahren erst ausgewiesene Baugebiet mit 24 Plätzen ist zur Hälfte verkauft, die andere Hälfte ist reserviert. Das liege auch an der guten Infrastruktur der Gemeinde, die es zu erhalten gelte, und an der attraktiven Lage. Künftig müsse man sich über ein neues Baugebiet Gedanken machen, auch wenn Schulz versucht, Leerstände anzugehen, und die rund zehn bestehenden, nicht bebauten Baugrundstücke zu bekommen.

    Zahlreiche Anfragen fürs neue Gewerbegebiet

    Einen Schritt weiter ist die Kommune beim Thema Gewerbegebiet. Hier steht westlich der Straße nach Wiesentheid, in Richtung der Kläranlage, bereits ein rund 24 Hektar großes Gebiet bereit. Dort will sich nicht nur Kräuter Mix weiter ausdehnen, an Interessenten mangelt es nicht. "Ich bekomme alle zwei bis drei Wochen Anfragen", so Schulz. Überstürzen werde und müsse man nichts.

    Ruhige Zeiten stehen für ihn nicht unbedingt bevor, sagt er und zählt so einiges auf, was er gerne noch anpacken würde. Der Neubau des Bauhofs musste verschoben werden wegen anderer, dringlicher Projekte, in der Kirchenburg könnte man einiges herrichten, im gemeindeeigenen, 44 Jahre alten, Haus des Gastes gebe es immer etwas zu renovieren. Die Genehmigung der Kläranlage läuft bis 2029, auch da müsse man noch nachbessern.

    Erste Weinlese der Gemeinde im Herbst

    Derzeit werden im Zuge des Ausbaus der Straße nach Rehweiler einige Wasserleitungen im Ort erneuert. Im Schwimmbad errichtet die Gemeinde ein kleineres Nebengebäude. Schließlich steht noch etwas besonderes im Herbst an. Dann kann Bürgermeister Schulz erstmals zur Weinlese im gemeindeeigenen Weinberg bitten, den er 2018 mit Grauburgunder-Reben anpflanzen ließ. Dann können die Abtswinder auch mit einem Gemeinde-Schoppen auf ihre Zukunft anstoßen.

    Eingangspforte zu einer lebendigen Gemeinde: Bürgermeister Jürgen Schulz am unteren Tor
    Eingangspforte zu einer lebendigen Gemeinde: Bürgermeister Jürgen Schulz am unteren Tor Foto: Andreas Stöckinger
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