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    Sulzfeld

    Gästeinformation statt Sparkasse

    Die Räume der ehemaligen Sparkassenfiliale besichtigten (von links) Ulli Luckert, VG-Mitarbeiter Wolfgang Hinz, Hugo Brennfleck, Friedrich Staib und Bürgermeister Matthias Dusel. Dort mietet sich die Gemeinde ein, um eine Gästeinformation einzurichten.
    Die Räume der ehemaligen Sparkassenfiliale besichtigten (von links) Ulli Luckert, VG-Mitarbeiter Wolfgang Hinz, Hugo Brennfleck, Friedrich Staib und Bürgermeister Matthias Dusel. Dort mietet sich die Gemeinde ein, um eine Gästeinformation einzurichten. Foto: Hartmut Hess

    Die Gemeinde Sulzfeld bekommt erstmals in ihrer Geschichte eine Gästeinformation. Nach der Vorstellung des neuen Tourismuskonzeptes durch Bärbel Faschingbauer beschloss die Ratsrunde, dafür die Räumlichkeiten der ehemaligen Sparkassenfiliale direkt gegenüber von Rathaus und Marktplatz anzumieten. Mittelfristig soll entschieden werden, ob eine Verlegung ins Rathaus-Erdgeschoss sinnvoller wäre.

    "Eine Gästeinformation ist förderlich für den Tourismus und innerhalb der interkommunalen Allianz Südliches Maindreieck bringt uns diesen Vorhaben weiter", fand Bürgermeister Matthias Dusel. Den Stein ins Rollen gebracht habe das Angebot von Herrn Förster. Es soll eine Tourist-Information eingerichtet werden, ein Treffpunkt für Bürger entstehen, ein kleines Angebot mit kulinarischen Produkten geschaffen werden und als langfristiges Ziel ein Genussmarkt. Möglicherweise könnte das Gebäude künftig auch als Paketstation dienen.

    Dusel: "Wir sollten dem Projekt eine zweijährige Chance geben"

    Das Gebäude sei für eine Monatsmiete von 300 Euro günstig zu haben und der Vermieter bezahle die Renovierungsarbeiten, erläuterte Dusel. Der Hauptraum hat 35 Quadratmeter und einen unkomplizierten Zuschnitt, dazu gibt es noch Nebenräume. Deswegen hält der Bürgermeister die Immobilie für geeigneter als alternativ zur Debatte stehende Räume im Erdgeschoss des historischen Rathauses. "Wir sollten jetzt den Mut aufbringen und dem Projekt eine zweijährige Chance geben", wandte sich das Ortsoberhaupt an seine Ratskollegen.

    Auch Bärbel Faschingbauer fand, dass es eine gute Einrichtung für die Dorfgemeinschaft wäre. Ex-Bürgermeister Gerhard Schenkel stellte dagegen die Frage, ob ein solches Projekt eine ureigene Aufgabe der Gemeinde sei. Er konnte sich eher vorstellen, es in die Hände eines Vereins zu legen. Die Mehrheit am Ratstisch wollte aber vorerst keinen Verein haben, da sonst wertvolle Zeit verloren gehen könnte und die Chance jetzt beim Schopf gepackt werden müsse.

    "Wir wollen einen Tourismus, der qualitativ, belebend, ökologisch und nachhaltig, verträglich, individuell und kulturorientiert ist und mit einer langfristig Strategie gedacht ist", schilderte Bärbel Faschingbauer das neue Tourismuskonzept, das der mit ehrenamtlich engagierten Bürgern und Ratsmitgliedern besetzte Tourismusausschuss aktuell ausgearbeitet hat. Es gelte, den Tourismus zu steuern und besondere Zielgruppen ansprechen.

    Der Genuss zieht sich wie ein roter Faden durchs Dorf

    Es gebe Menschen, die aktiv sein wollen, sich für die Tradition begeistern, ausruhen wollen und Erholung suchen und vor allem genießen wollen. "Der Genuss zieht sich wie ein roter Faden durch unser Dorf und unser Konzept", betonte Faschingbauer. Zumal Sulzfeld als einer der 100 Genussorte in Bayern ausgezeichnet wurde. Veranstaltungen in für Sulzfeld passender Größe stufte die Tourismus-Frau als Visitenkarte für die Maustal-Gemeinde ein. "Wir müssen unsere Alleinstellungsmerkmale, wie die Meterbratwurst mit einem neuen Image und unseren Altort als Perle fränkischer Bausubstanz besser vermarkten", forderte Faschingbauer. Die Gastronomie hält sie dabei für sehr wichtig.

    Außerdem wolle Sulzfeld jetzt eine neue Social-Media-Strategie fahren, um überregional noch präsenter zu sein. "Was hier bei uns mehrere Personen ehrenamtlich leisten, verdient großen Respekt, dafür haben andere Kommunen viel Geld ausgegeben", lobte der Bürgermeister die Arbeit des Tourismusausschusses.

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