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    Kitzingen

    Kitzingen bekommt wohl eine Bürgermeisterin

    OB Stefan Güntner schlägt dem Stadtrat vor der konstituierenden Sitzung und nach Absprache mit den Fraktionen diese Verteilung der Stellvertreter- und Referatsposten vor.
    Das Kitzinger Rathaus. 
    Das Kitzinger Rathaus.  Foto: Corbinian Wildmeister

    Der neue Kitzinger Stadtrat tritt am Donnerstag, 7. Mai, erstmals zusammen. Dabei bestimmt er vor allem die Stellvertreter des neuen Oberbürgermeisters, Stefan Güntner, und legt die Referate fest. Das Gremium tagt ab 18 Uhr in der Alten Synagoge. Folgende Personalvorschläge sind zwischen den Parteien im Vorfeld besprochen worden.

    Die größte Überraschung bietet die Stellvertretung des OB: Nicht einer seiner Mitbewerber ums Amt kommt zum Zuge, sondern eine lang gediente und verdiente Stadträtin: Astrid Glos (SPD) soll Bürgermeisterin werden. Da SPD-Kandidat Manfred Paul in die Stichwahl ums OB-Amt gekommen war, hat sich Güntner auf einen Sozialdemokraten als ersten Vertreter festgelegt. Fraktionsvorsitzender Paul selbst hatte abgewunken, weil der Bürgermeister-Posten einen hohen Zeitaufwand mit sich bringe. Das sei nebenbei nicht zu leisten, sagt Paul, der im Knauf-Management arbeitet.

    Paul und Pfeiffle winken als Stellvertreter ab

    An nächster Stelle bei der OB-Wahl lag Uwe Pfeiffle. Auch deshalb bekommen die FW-FBW den weiteren Stellvertreter zugesprochen. Die Situation dort ist ähnlich wie bei der SPD: Fraktionsvorsitzender Pfeiffle ist durch seine Arbeit als stellvertretender Klinikleiter eingespannt, auch an Wochenenden. Deshalb haben die Freien Manfred Freitag nominiert, wie Glos ein erfahrenes Stadtratsmitglied.

    Gar nicht mit diesem Vorschlag einverstanden ist Fraktionsvorsitzende Andrea Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen). Sie hat ebenfalls für das OB-Amt kandidiert, war allerdings hinter ihren genannten Kollegen gelandet. Aber ihre Fraktion hat im Stadtrat auf Anhieb vier Sitze errungen, was die Grünen auf eine Ebene mit SPD und Freien Wählern hebt. Diesen Wahlerfolg sieht Schmidt nun in der Frage der Stellvertreter nicht anerkannt. Mehr noch: Die Stadtratsmehrheit scheint den Grünen auch den Umweltreferenten versagen zu wollen. Das wäre immerhin das Kernthema der Grünen und daher für die Fraktion von großem Interesse.

    Referat für die Bayernpartei

    Diesen Posten soll Einzelkämpfer Uwe Hartmann (Bayernpartei) erhalten, der in der Vergangenheit immer wieder mit seinem Einsatz für den Natur- und Artenschutz aufgefallen ist. Im Wahlergebnis ist diese geplante Postenverteilung jedenfalls nicht begründet, eher mit der Nähe Hartmanns zur CSU.

    Güntner möchte die Referate im Stadtrat gern neu zuschneiden. Dazu gehört seiner Meinung nach auch der Bereich Ehrenamt/Sport/Feuerwehr. Wenigstens den hätte der OB gern den Grünen zugedacht. Aber hier winkt Andrea Schmidt ab: Für das Ehrenamt sei sie zu haben und auch kompetent. Doch für die Aufgaben Sport und Feuerwehr gebe es in ihren Reihen keinen Fachmann. Außerdem hält sie die Belastung einer Person durch die Zusammenlegung der drei Bereiche für zu groß. Bislang also haben die Grünen nicht zugesagt und wären damit trotz ihrer Fraktionsstärke ohne herausgehobenen Posten. Schmidt will das nicht akzeptieren.

    Über den Zuschnitt der Referate will aber auch die SPD diskutieren. Sie hat sich im Vorfeld der Sitzung mit einem umfangreichen Papier an die Gruppierungen gewandt und eine andere Verteilung vorgeschlagen. Die SPD kritisiert darin auch, dass der Bereich Wirtschaft, den Güntner zur Chefsache erheben will, nicht mehr mit einem Stadtratsreferat vertreten sein soll. 

    Bliebe es dagegen beim Vorschlag des OB, wäre folgende Referatsverteilung denkbar: Stephan Küntzer, CSU (Schule und Familie), Thomas Rank, CSU (Stadtentwicklung), Brigitte Endres-Paul, SPD (Kultur und Brauchtum), Wolfgang Popp, KIK (Senioren und Behinderte), Walter Vierrether, ProKT (Tourismus), Jens Pauluhn, ÖDP (Städtebauförderung). Für Integration soll Astrid Glos neben ihrer Bürgermeister-Rolle zuständig bleiben.

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