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    Kitzingen

    Ladenöffnungen: Die Kitzinger Innenstadt erwacht aus dem Corona-Schlaf

    Am Montag durften in Bayern die meisten Läden wieder öffnen. So erwachte auch die Kitzinger Innenstadt langsam wieder zum Leben. Die Stimmung war vorsichtig optimistisch.
    Aus hygienischen Gründen verkauft Hans Wohlfart Gummis und Stoffe nun auch vor dem Laden.
    Aus hygienischen Gründen verkauft Hans Wohlfart Gummis und Stoffe nun auch vor dem Laden. Foto: Lukas Kutschera

    So langsam erwacht die Kitzinger Innenstadt wieder zum Leben. Am Montagvormittag durften in ganz Bayern wieder die Geschäfte öffnen, solange sie nur bis zu 800 Quadratmeter groß sind. Zusätzlich gelten bestimmte Hygienevorschriften: Die Anzahl der Kunden, die sich im Laden aufhalten dürfen, ist begrenzt. Außerdem müssen in den Geschäften alle Mundschutz tragen. Doch trotz der neuen Maßnahmen war der Ansturm in Kitzingen bei einigen Läden groß und die Stimmung vorsichtig optimistisch.

    So langsam erwacht die Kitzinger Innenstadt zum Leben. Besonders beim Nähzentrum Wohlfart war einiges los.
    So langsam erwacht die Kitzinger Innenstadt zum Leben. Besonders beim Nähzentrum Wohlfart war einiges los. Foto: Lukas Kutschera

    Beim Nähzentrum Wohlfart standen gut zehn Leute Schlange – natürlich mit ausreichend Sicherheitsabstand und Mundschutz. Vor dem kleinen Laden hat Hans Wohlfahrt einen Tisch aufgebaut und verkauft Gummibänder von der Rolle. "Wir waren gut vorbereitet", sagt er. Die Kunden wollen ihre Masken selber nähen. Und Baumwollstoff, Draht und Gummiband bekommen sie in seinem Laden. "Aber auch unserer Reparaturservice für Nähmaschinen läuft gut", sagt Wohlfart. 

    Renate Schenk zeigt ihre Einkäufe. Wie viele kaufte auch sie am Montag Stoff und Gummis, um Masken zu nähen.
    Renate Schenk zeigt ihre Einkäufe. Wie viele kaufte auch sie am Montag Stoff und Gummis, um Masken zu nähen. Foto: Lukas Kutschera

    Nachfrage nach Nähbedarf seit Corona riesig

    Der Ansturm zeichnete sich jedoch schon vor der Maskenpflicht ab, als der Laden noch geschlossen war. "Da hatten wir einen Bestellservice", erklärt Wohlfart. Bestellungen liefen über E-Mail oder das Telefon. Jetzt dürfen seine Kunden wieder in den Laden – jedoch nur einer nach dem anderen. Auch der Verkaufstisch an der frischen Luft ist Teil des Hygienekonzepts.

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    Einer der Kunden bei Wohlfart ist Renate Schenk aus Markt Einersheim. "Ich hab mir Stoff und Gummi gekauft", sagt sie. Renate Schenk freut sich, endlich wieder unter Leute zu kommen. Mit den neuen Maßnahmen kommt sie gut zurecht. "Wenn man Abstand hält und allgemein aufpasst, hab ich keine Bedenken."

    Lieferengpässe bei Kosmetik aus Frankreich

    Meral Mendil, Inhaberin vom Modegeschäft Butterfly, ist sich noch unsicher, wie die Kunden mit den Maßnahmen zurecht kommen werden. "Die Leute brauchen noch Zeit, sich daran zu gewöhnen." Um es ihnen möglichst einfach zu machen, stellt sie ihren Kunden Desinfektionsmittel und Handschuhe zur Verfügung.

    Meral Mendil (links), Inhaberin vom Modegeschäft Butterfly, hofft, dass sich die Kunden schnell an die neuen Maßnahmen gewöhnen.
    Meral Mendil (links), Inhaberin vom Modegeschäft Butterfly, hofft, dass sich die Kunden schnell an die neuen Maßnahmen gewöhnen. Foto: Lukas Kutschera

    Bei der Parfümerie Akzente machen Lieferengpässe Probleme. "Wir haben weniger Ware da, weil vieles aus Frankreich kommt", sagt Verkäuferin Pia Krause. "Die Kunden sind aber verständnisvoll." Höchstens drei auf einmal dürfen sich im Geschäft aufhalten. Die Zahl der Verkäufer, die zusammen arbeiten sollen, ist auf zwei begrenzt.

    Kitzinger Stadtmarketing zieht positive Bilanz

    Auch die Eisdielen durften am Montag wieder öffnen. Familie Schömig aus Iphofen nutzte die Gelegenheit, sich am Marktplatz einen Milchshake zu holen. "Es ist toll, wieder rauszukönnen" sagt die Schülerin Kim Schömig. "Zuhause wird's so langsam langweilig." Ihr Vater Marco pflichtet ihr bei: "Ein paar Leute zu sehen, erhellt schon das Gemüt."

    Als Verkäuferin in der Parfümerie Akzente muss Pia Krause Mundschutz tragen.
    Als Verkäuferin in der Parfümerie Akzente muss Pia Krause Mundschutz tragen. Foto: Lukas Kutschera

    So zieht auch Frank Gimperlein vom Kitzinger Stadtmarketing eine positive Bilanz nach dem ersten Tag. "Es ist für den lokalen Einzelhandel eine große Erleichterung." Überwog in den letzten Wochen die Frustration über sehr unterschiedliche Regelungen in den verschiedenen Bundesländern, seien nun die Kitzinger Einzelhändler froh, endlich wieder öffnen zu dürfen.

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