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    Marktsteft

    Leserforum: Hundesteuer erhöhen ist nicht die Lösung

    Zum Artikel "Hundesteuer wird drastisch erhöht" aus Marktsteft vom 17. Juni:

    In den letzten Jahren ist die Zahl der Hundebesitzer in Marktsteft gestiegen. Unter anderem leider auch der zurückgelassene Hundekot, der von den Besitzern in den wenigsten Fällen aufgesammelt wird.

    Jetzt möchte die Stadt damit agieren, die Hundesteuer in Marktsteft drastisch zu erhöhen. So wurde im Stadtrat am 16. Juni beschlossen, dass "Die Steuer von 30 auf 60 Euro für den ersten Hund, von 60 auf 100 Euro für den zweiten Hund und von 90 auf 300 Euro für jeden weiteren Hund [...] und zwar befristet auf zwei Jahre", so in der Main-Post am 17. Juni, betragen soll. Dies ist ebenfalls eine Strafe für diejenigen, die den Hundekot immer aufsammeln. Der Bürgermeister der Stadt Marktsteft erhofft sich dadurch, dass sich die Hinterlassenschaften der Hunde reduzieren.

    Ich selbst, Besitzer von zwei Hunden und von diesem Problem betroffen, glaube nicht, dass dies der richtige Weg ist, um die Bürger zu sensibilisieren. Ich befürchte, dass damit das Gegenteil bewirkt wird, dass viele sich dann noch weniger die Mühe machen, die Hinterlassenschaften ihres Hundes in Tütchen zu packen, da die Besitzer doch der Meinung sind, genügend Steuern für ihren Hund zu zahlen und dass dafür dann die Stadt aufkommen müsse.

    Denn einige Fragen müssen gestattet sein: Was passiert mit der Mehreinnahme der erhöhten Hundesteuer? Auch sollte man darüber nachdenken, dass viele ältere Menschen Hunde besitzen und diese vielleicht nicht in der Lage sind, diese Erhöhung zu zahlen. Sollen die Hunde dann in ein Tierheim, wenn sie die Kosten nicht stemmen können?

    Vielmehr muss weiterhin an die Vernunft der Bürger und der Hundebesitzer in Marktsteft appelliert werden, die Hinterlassenschaften sowie den liegengebliebenen Müll richtig in die dafür vorgesehenen Abfalleimer zu entsorgen, die in den letzten Jahren extra dafür angeschafft und aufgestellt wurden!

    Für dieses Problem lässt sich etwas anderes finden, als die Steuern zu erhöhen. Beispielsweise dort, wo viele Hundebesitzer laufen, sollten Schilder aufgestellt werden, um auf Ordnung hinzuweisen und auf hohe Geldstrafen, die dann zur Anzeige gebracht werden, wenn die Besitzer erwischt werden.

    Sprecht die Menschen an, die den Hundekot liegen lassen!

    Lieber Herr Bürgermeister, ich bin fest davon überzeugt, dass ihre Aktion die Hundesteuer zu erhöhen, nichts bewegen wird. Sie bewirken nur, dass sich ganz viele Hundebesitzer ärgern werden und sie ihre Hundehaufen erst recht liegen lassen, denn ihre Meinung wird sein: Sie zahlen ja auch dafür.

    Stephanie Tanriverdio
    97342 Marktsteft

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    Bearbeitet von Andreas Köster

    Kommentare (2)

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