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    Kitzingen

    Leserforum: Ideen zum Füllen der Stadtkasse

    Unsere Kultur, unsere Sprache, unsere Geschichte sind es, die unsere Werte definieren und unsere soziale Kompetenz festigen und begründen. Wenn es uns nicht gelingt, dieses in Museen zu dokumentieren, sind wir auch nur Barbaren.

    Wie immer geht es ums Geld. Wirtschaftlich hat Kitzingen noch nie gut gearbeitet, die Verwaltung ist ineffizient und teuer. Eine Prioritätenliste allein hilft nicht aus der Finanzmisere. Warten darauf, dass der Staat seine Fördertöpfe öffnet ist erbärmlich und hat mit Gestaltung der Zukunft nichts zu tun. Auf der Einnahmenseite sehe ich Potenzial die Stadtkasse besser zu bestücken, wenn nicht sogar zu sanieren. Die Verpackungssteuer, die anfangs der 80er Jahre abgeschafft wurde, könnte sofort wieder eingeführt werden.

    Die Grundsteuer muss laut Bundesverfassungsgericht neu geregelt werden und sollte vorgezogen werden. Momentan gibt es zwei Sparten, zum einem sind das land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Grundstücke, beide werden mit demselben Hebesatz belastet. Wir haben also keinerlei Differenzierungen. Ich schlage eine Gliederung in vier Hauptspalten A Wohnen, B Handel und Gewerbe, C produzierende Industrie, D Land- und Forstwirtschaft vor, welche dann jeweils nochmals untergliedert werden.

    Wohnraum z.B. spaltet sich dann nochmals auf. Günstigste Grundsteuer sind Sozialwohnungen oder bezahlbare Wohnungen, der teuerste Tarif (drei bis vier Mal so hoch) sind Ferienwohnungen und Einfamilienhäuser. Ziel ist es mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und mehr Geld einzunehmen. Mehr Steuereinnahmen zum steuern um den Wohnungsbau zu Regulieren.

    Diese beiden Maßnahmen können relativ schnell umgesetzt werden. Die allergrößte Finanzspritze ist aber der Einstieg in erneuerbare Energie. Im Moment kaufen wir unseren Strom an der Leipziger Strombörse und geben ihn bei minimalem Gewinn an die Endverbraucher weiter. Wir sind nichts anderes wie ein Tankwart für die Energiekonzerne. Dabei könnten wir die Gewinne der LKW verzehnfachen, wenn wir den Strom selber produzieren. Mit Windrädern, Solarmodulen und Biomasse. Die überschüssige Produktion wird in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert.

    Um uns herum haben sich schon viele Bürgerwindparks gebildet, die von ihren Investitionen heute profitieren. Kitzingen hat das glatt verschlafen. Wir müssen sofort damit beginnen den Umbau in erneuerbare Energie umzusetzen. Damit wir in acht, spätesten zehn Jahren Geld haben unsere Kultur in Form von Museen, Konzerten, Theater und Festivitäten fördern zu können. Bei der momentanen Null-Zins-Politik sollte das keine Probleme bereiten. Das Leben ist schön. Wir müssen nur unsere menschliche Intelligenz anwenden, denn nur die ist kreativ und ebnet den Fortschritt.

    Peter Hauck
    97318 Kitzingen

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    Bearbeitet von Lena Berger

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