• aktualisiert:

    Münsterschwarzach

    Mit Schlupfwespen gegen den Maiszünsler

    In der Abtei Münsterschwarzach setzt man auf natürliche Methoden der Schädlingsbekämpfung.
    In der Abtei Münsterschwarzach setzt man auf natürliche Methoden der Schädlingsbekämpfung. Foto: Julia Martin

    Es gibt Schädlingsbekämpfung und es gibt Schädlingsbekämpfung. In der Abtei Münsterschwarzach setzt man auf natürliche Methoden. Und das wurde direkt zu einem Freiluft-Corona-Unterricht, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Mit einer Drohne sind Kugeln mit Eiern der sogenannten Trichogramma Schlupfwespen auf den Maisfeldern der Abtei Münsterschwarzach ausgebracht worden. Sie sollen gegen den Maiszünsler, ein Schädling, in dessen Eiablage wirken, indem sie diese mit eigenen Eiern befallen. Diese natürliche Schädlingsbekämpfung konnten Schüler der fünften Jahrgangsstufe im Geografieunterricht von Anette Müller-Kaler direkt miterleben.

    Das Kennenlernen der Landwirtschaft der Abtei Münsterschwarzach und die damit verbundenen Planungen setzt im Großen fort, was die Geografielehrerin bereits während der coronabedingten Schulschließung mit den Schülern thematisiert hat: Mit einem Anpflanzungsprojekt von Nutzpflanzen zu Hause sollten sie sich mit der Landwirtschaft und vor allem den damit verbundenen Kosten und Aufwänden auseinandersetzen.

    Kugeln werden alle zehn Meter mit Drohne ausgebracht

    Die natürliche Schädlingsbekämpfung trägt dem groß angelegten Münsterschwarzacher Ökoprojekt Rechnung. Statt künstlicher Mittel werden die Kugeln alle zehn Meter mit einer speziell programmierten Landwirtschaftsdrohne im Feld ausgebracht. Innerhalb weniger Tage schlüpfen daraus die Trichogramma, die ihre Eier wiederum in den Eigelegen der Maiszünsler ablegen. So hofft die Landwirtschaft der Abtei, optimal gegen den Maiszünsler vorzugehen, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Die Abtei Münsterschwarzach bewirtschaftet etwa 330 Hektar an Nutzfläche. Der Anbau erstreckt sich über Getreide, Mais, Kartoffel oder Zuckerrüben. Ein großes Anliegen ist dabei die Verantwortung für die Schöpfung, wobei etwa auf genveränderte Pflanzen verzichtet und der Einsatz von Dünger und Spritzmitteln auf ein Minimum reduziert wird.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Kitzingen-Newsletter!

    Bearbeitet von Nico Christgau

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!