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    Kitzingen

    Weniger Einnahmen durch die Krise: Muss Kitzingen Projekte verschieben?

    Durch Corona drohen der Stadt Kitzingen Einnahmeverluste in Millionenhöhe. Jetzt soll der Stadtrat entscheiden, an welchen Vorhaben er festhält und welche er zurückgestellt.
    Die Generalsanierung der Sickergrundhalle könnte eines der Projekte sein, die wegen sinkender Steuereinnahmen der Stadt zurückgestellt werden.
    Die Generalsanierung der Sickergrundhalle könnte eines der Projekte sein, die wegen sinkender Steuereinnahmen der Stadt zurückgestellt werden. Foto: Harald Meyer

    Nach vier Monaten Corona wird ersichtlich, was die Krise auch Kommunen kostet. Die Steuerausfälle treffen viele Städte und Gemeinden hart. Auch in Kitzingen will der Stadtrat an diesem Donnerstag (18.30 Uhr; Alte Synagoge) beraten, welche Konsequenzen aus den Millionenverlusten zu ziehen sind. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Paul hat dazu im Mai einen Eilantrag eingereicht und eine Liste mit den laufenden und geplanten Projekten gefordert. Nun liegen belastbare Zahlen und Auswertungen aus dem Rathaus vor, auf deren Basis der Rat entscheiden will. Paul setzt auf ein „fraktionsübergreifendes Einverständnis“, wenn es darum geht, Projekte zu „überarbeiten“, also zu verschieben.

    Die Verwaltung hat im Vermögenshaushalt, aus dem die Stadt ihre Investitionen bestreitet, eine Finanzierungslücke von 4,9 Millionen Euro errechnet. Wie dieses Loch geschlossen werden soll, wird nun Aufgabe des Stadtrats sein. Von der Verwaltung wird vorgeschlagen, noch nicht begonnene Projekte zu verschieben – etwa die Generalsanierung der Friedrich-Bernbeck-Schule und der Dreifachhalle im Sickergrund, den Ausbau der Florian-Geyer-Halle zur Veranstaltungshalle oder die Erweiterung der Touristinfo. Dreieinhalb Millionen Euro könnte sich die Stadt dadurch zunächst sparen. Die verbleibende Lücke könnte dank des historisch niedrigen Zinsniveaus durch Kredite gedeckt werden.

    Auf der Liste bleiben soll die Sanierung der städtischen Freisportanlage am Bleichwasen, die vor allem bei Schülern und Jugendlichen beliebt ist. Auf dem vor 40 Jahren geschaffenen Allwetterplatz und der Laufbahn platzen immer wieder Teile des roten Kunststoffbelags, so groß wie Pfützen, ab. Bei den auf 123 000 Euro geschätzten Gesamtkosten kann die Stadt mit einem staatlichen Zuschuss von etwa 80 000 Euro rechnen. Das Projekt soll im Herbst umgesetzt werden.

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