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    Dettelbach

    Neubau oder Sanierung: Maintalhalle auf dem Prüfstand

    Der Stadtrat muss erörtern, ob sich für die Maintalhalle in Dettelbach eine Sanierung lohnt oder ein Neubau sinnvoll ist. Die 80 Parkplätze reichen bei Großveranstaltungen oft nicht aus.
    Der Stadtrat muss erörtern, ob sich für die Maintalhalle in Dettelbach eine Sanierung lohnt oder ein Neubau sinnvoll ist. Die 80 Parkplätze reichen bei Großveranstaltungen oft nicht aus. Foto: Christine Pfanzer

    Soll die Maintalhalle in Dettelbach von Grund auf saniert werden oder lohnt sich doch ein Neubau? Um sich dieser Sache annehmen zu können, wurden dem Stadtrat am Montagabend die Ergebnisse der Bedarfsplanung vom beauftragten Architektenbüro Jäcklein aus Volkach präsentiert.

    Die Architekten Reinhold Jäcklein und Stefan Schrauth befragten im Vorfeld unter anderem diejenigen Vereine, die die Maintalhalle regelmäßig für sportliche Aktivitäten, aber auch Veranstaltungen nutzen. Viele Vereinsmitglieder bemängelten demnach besonders die enge Situation im Foyer und den gedrückten Eingangsbereich. Hier sei es beispielsweise derzeit bei Veranstaltungen nicht möglich, die Gäste angemessen zu bewirten.

    Multifunktionale Räume

    Wünschenswert seien laut Schrauth geräumige Lagerflächen und multifunktionale Räume, zum Beispiel für Besprechungen für die Vereine. Für die vorhandene Kegelbahn sehen die befragten Vereinsmitglieder zukünftig jedoch keinen Bedarf.

    Die Zwei-Feld-Sporthalle ist für alle gängigen Hallensportarten zugelassen, dennoch bemängeln besonders die Handballer, dass eine Seitenlinie fehle, wo sich beispielsweise Trainer und Auswechselspieler während des Spiels aufhalten können.

    Ein weiterer Nachteil sei nach Schrauth die zu kleine Tribüne in der Halle, da hier besonders das Sichtfeld auf die Spielfläche unterhalb in mehreren Bereichen stark eingeschränkt ist. Bei großen Veranstaltungen werden überdies die 80 Parkplätze oberhalb der Maintalhalle knapp. Außerdem ist keine Beschattung der Gauben möglich, dies stört oftmals bei abendlichen Veranstaltungen, oder die Aktiven werden während des Spielbetriebes von der Sonne geblendet.

    Laut der Architekten bestehen an der Fassade der 1987 errichteten Maintalhalle augenscheinlich keine Mängel. Ganz anders sieht es hingegen hinsichtlich des Daches aus, dieses sei laut Schrauth dringend sanierungsbedürftig.

    Vermutlich wurde durch Marder ein Großteil der Dämmung zerstört, an einigen Stellen regnete es bereits in die Halle. Bei einer Begutachtung der Dachkonstruktion 2006 wurden Risse im Holz festgestellt. Bisher gilt diese zwar nicht als einsturzgefährdet, sollte aber dennoch erneuert werden.

    Technik nicht zeitgemäß

    Die in der über 30 Jahre alten Halle verbaute Technik wie die Heizungs- und Belüftungsanlage sowie die Beleuchtung und Wasserrohre sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäß und müssten bei einer Sanierung erneuert werden. Die Erneuerung des Turnhallenbodens und der Tausch der zweifach verglasten Fenster, die wenig energiesparend sind, stellen weitere Posten dar.

    Laut Jäcklein kämen auf die Stadt bei einer Generalsanierung rund elf Millionen Euro reine Baukosten zu, bei einem Neubau sei mit circa 12,8 Millionen Euro zu rechnen. Im vorliegenden Fall rechne sich unter anderem aufgrund der zukünftig anfallenden Nebenkosten eher ein Neubau. Entschließt sich der Stadtrat in den nächsten Monaten hierzu, muss zunächst weiter erörtert werden, ob der Neubau am jetzigen Standort der Maintalhalle realisiert werden soll oder ein neues Grundstück ins Auge gefasst wird.

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