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    Seinsheim

    Parker, Müll und Hundehaufen

    Still und starr ruht der Seinsheimer Landschaftssee am Abend. An sonnigen Tagen sieht die Lage aber anders aus. Da ist das Gewässer überlaufen, weil nicht nur Seinsheimer die Schönheit des Areals kennen.
    Still und starr ruht der Seinsheimer Landschaftssee am Abend. An sonnigen Tagen sieht die Lage aber anders aus. Da ist das Gewässer überlaufen, weil nicht nur Seinsheimer die Schönheit des Areals kennen. Foto: Gerhard Krämer

    Wie geht es weiter am Seinsheimer Landschaftssee? Da in Corona-Zeiten manche lieber an einen See statt ins Schwimmbad gehen, ist an sonnigen Tagen der See überlaufen. Deswegen hat Bürgermeisterin Ruth Albrecht dort Parkverbotsschilder aufstellen lassen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kontrolliert jetzt auch die Polizei und verteilt Strafzettel. Gelöst ist das Problem damit aber noch nicht, denn der See ist eigentlich ein Landschaftssee und kein Badesee. Zudem gibt es ein Müll- und Hundehaufenproblem.

    Der See ist beliebt. Auch am Abend finden sich bei schönem Wetter noch Besucher, nicht wenige suchen Abkühlung im Wasser.

    Ein vierseitiges Schilderkonzept hat Bürgermeisterin Ruth Albrecht erstellt, um ein Parkverbot durchzusetzen. Mit dabei ein Luftbild, auf dem sämtliche Schilder eingezeichnet wurden, 28 an der Zahl. Ausgeliehen vom Bauhof Marktbreit und vom Landkreis. Da derzeit wegen Corona keine Veranstaltungen stattfinden, standen die Schilder zur Verfügung.

    Grün um den See ist kein Parkplatz

    Doch dann habe sie von der Polizei erfahren, dass die Schilder nicht ordnungsgemäß aufgestellt seien. Nach einigem hin und her habe sich herausgestellt, dass dies doch der Fall sei.

    Es sei kontrolliert worden und es seien Strafzettel verteilt worden, berichtete Ruth Albrecht im Gemeinderat. Schließlich gehe es nicht zuletzt darum, Rettungswege freizuhalten. Das Grün um den See sei zudem kein Parkplatz. Geparkt werden könne zum Beispiel an der Dreschhalle.

    Sie selbst sei vor Ort gewesen. Dabei sei sie von einem jungen Mann angegangen worden. „Das war unterste Kategorie, was das Vokabular betraf“, sagte die Bürgermeisterin. „Die Leute werden unvernünftig“, bedauerte sie.

    Die Bürgermeisterin räumte ein, dass sie in gewisser Weise Verständnis habe, wenn Leute wegen Corona nicht in ein Schwimmbad wollten. Doch während es dort ein Konzept gebe, für einen Landschaftssee gebe es keines. An anderen Orten würden, die vergleichbare Probleme haben, hätte man zum Beispiel den See eingezäunt. In Seinsheim will man jedoch noch auf die Vernunft setzen.

    Jugendliche haben Karpfen gequält

    Hinzu komme zunehmender Vandalismus. Außerdem habe sie erfahren, dass Jugendliche einen Karpfen gefangen haben und diesen wie einen Ball hin und her geworfen haben sollen. Kein Spaß mehr für Bürgermeisterin und Gemeinderat.

    Dazu kommen die Hinterlassenschaften. Zum einen der Müll, den die Besucher hinterlassen. Da Abfallbehälter eher dazu verleiten, alles hineinzuwerfen, will man auch hier auf Vernunft setzen.

    Mit Unterstützung der Kindergartenkinder. „Wir wollen nicht im Müll Leben. Bitte, nehmt ihn wieder mit!“ lauten Sprüche, die die Kinder auf Hände aus Holz schreiben. Die sowie gemalte Bilder zum Thema sollen am See ihren Platz finden.

    Diskussion über Hundekotbehälter

    Das nächste Problem: die Hinterlassenschaften der vierbeinigen Besucher. Hundehaufen sind aber nicht nur im Bereich des Landschaftssees ein Problem, sondern auch an anderen Stellen der Gemarkung. Zumal es Hundehalter gebe, die Tüten mitführten, diese dann allerdings samt Inhalt in der Flur beließen.

    Wie bei solchen Themen üblich, entspann sich eine längere Diskussion über den Sinn und Zweck von Hundekotbehältern. Auch über die Standorte wurde diskutiert. Diskutierte das Gremium erst über zwei Stück am See und einen am „Hotspot“ in Tiefenstockheim, einigte man mit zehn gegen drei Stimmen darauf, sechs solcher Hundestationen anzuschaffen.  

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