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    Abtswind

    Photovoltaikanlage soll Zuwachs bekommen

    Fast wie ein See, in dem sich die Wolken spiegeln, liegt die Photovoltaikanlage zwischen Abtswind und Untersambach in der Landschaft. Auf einer Fläche von bis zu 35 Hektar könnten weitere Module installiert werden.
    Fast wie ein See, in dem sich die Wolken spiegeln, liegt die Photovoltaikanlage zwischen Abtswind und Untersambach in der Landschaft. Auf einer Fläche von bis zu 35 Hektar könnten weitere Module installiert werden. Foto: Gerhard Krämer

    Einen Solarpark möchte die Südwerk Projektgesellschaft aus Burgkunstadt gerne nördlich der A 3 bei Abtswind planen. Dort besteht bereits eine etwa sieben Hektar große Photovoltaikfläche. Die Firma und das Projekt hat Geschäftsführer Manuel Zeller Bosse am Montagabend im Abtswinder Gemeinderat vorgestellt. Bürger und Kommune könnten sich an der Anlage beteiligen. Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren.

    Die Projektfläche liegt zwischen Abtswind und Untersambach. Für 20 Hektar lägen bereits Zusagen der Eigentümer vor, erläuterte Zeller Bosse, weitere 15 Hektar seien in Aussicht gestellt. Mittelfristig könnte das Ziel sein, eine solche Anlage mit 35 Hektar ans bestehende Netz anzuschließen. Zeller Bosse sieht an diesem Standort ein Gesamtpotenzial von 90 Hektar. Ein eigenes Umspannwerk könnte die Infrastruktur ergänzen.

    Geschätzte Investitionssumme: 21 Millionen Euro

    Das Investitionsvolumen schätzte der Firmenchef grob auf 21 Millionen Euro. Jährlich solle die Anlage 36 Millionen Kilowattstunden Strom liefern, etwa 11 200 Privathaushalte versorgen und 21 500 Tonnen CO2 vermeiden helfen. Das Verhältnis zur Landwirtschaft sieht er als ausgewogen an. Der Rückbau nach Nutzungsende sei gesichert. Als Zeitrahmen nannte Zeller Bosse ein bis zwei Jahre für die Bauleitplanung und drei Monate für den Bau. Nach der Abschreibungsphase könne die Gemeinde mit Gewerbesteuereinnahmen von geschätzt 3000 Euro pro Hektar jährlich rechnen.

    Zweiter wichtiger Tagesordnungspunkt war die Gebührengestaltung im Kindergarten. Diese liegen ab 2021 zwischen 80 Euro für drei bis vier Stunden Betreuung täglich und 130 Euro für acht bis neun Stunden in der Regelgruppe.

    Wegen des höheren Betreuungsaufwands müssen Eltern von Krippenkindern tiefer in die Tasche greifen: Drei bis vier Stunden kosten 120 Euro, dann steigen die Kosten um 15 Euro pro Stunde. Bei zwei Krippenkindern gibt es eine Geschwisterermäßigung von 20 Prozent. Für ältere Kinder übernimmt der Freistaat 100 Euro monatlich, sodass Eltern maximal 30 Euro zuzahlen müssen. Für Krippenkinder wird auf Antrag einkommensabhängig ein Krippengeld gezahlt. Bürgermeister Jürgen Schulz erläuterte, die Elternbeiträge seien seit fünf Jahren nicht erhöht worden und immer noch vergleichsweise günstig.

    Mittagessen im Kindergarten

    Ab September wird im neuen Kindergarten von Montag bis Donnerstag Mittagessen angeboten, geliefert von den Mainfränkischen Werkstätten. Den Preis setzte der Gemeinderat auf vier Euro pro Mahlzeit fest. Kostendeckend wären 5,80 Euro, sagte Schulz. Für die Essensausgabe wird noch Personal gesucht. Die Einweihung der neuen Einrichtung könne wegen der Pandemie nur mit geladenen Gästen stattfinden, bedauerte der Bürgermeister.

    Im August wird die Fahrbahndecke der Kreisstraße 15 vom Oberen Tor bis zur Abzweigung nach Untersambach erneuert, informierte Schulz. Er nahm den Wunsch von Gemeinderäten und Bürgern zur Kenntnis, die gemeindlichen Grünanlagen in einen ansehnlicheren Zustand zu versetzen.

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