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    Kitzingen

    Sommerliche Randnotizen: Autofahrt mit einer Wespe

    Sommerliche Randnotizen, Teil 2: Ein Sommer und das Nichts. Wenn alles verschwunden ist. Einfach weg. Nur die Wespen sind wie immer da – und nerviger als je zuvor.
    Zwischen vorübergehend geschlossen und abgesagt: Der Sommer 2020 fühlt sich nach viel Nichts an.
    Zwischen vorübergehend geschlossen und abgesagt: Der Sommer 2020 fühlt sich nach viel Nichts an. Foto: Andreas Gebert (DPA)

    Natürlich ist Sommer. Irgendwie. Aber es ist auch Corona. Es fühlt sich alles anders an. So als dürfe man nicht alles glauben, was man denkt. Vor allem aber besteht dieser Sommer aus dem Nichts. Vieles war und ist geschlossen. Fast alles fällt aus. Einfach weg. In Kitzingen verschwindet gleich ein ganzes Museum. In Spanien ein echter König. Das Nichts ist nicht schön. Schon die alten Philosophen wussten: Besser ein eckiges Etwas als ein rundes Nichts.

    Wenn die Sonnenblumen lachen.
    Wenn die Sonnenblumen lachen. Foto: Andreas Lander (DPA)

    Während also fast alles verschwunden ist, sind sie noch da: die Wespen. Und so ist zumindest hier alles wie immer: Man kann gar nicht so viel Sonnenstiche haben und Bienenstiche essen wie man Wespenstiche bekommt. Gelb-schwarze Kamikaze-Flieger. Über die in Mitteleuropa heimischen elf Wespenarten lässt sich sagen, dass sie alle bei mir wohnen. Nach längerem Studium weiß ich über die Tierchen: Eine Art ist nur dazu da, um sich aufs Eis zu stürzen. Zwei Arten fliegen ausschließlich Pflaumenkuchen an und verfügen über Raketenantrieb. Der Rest fällt über alles her und ist erst zufrieden, wenn der Tag mit mindestens einem gelungenen Stich endet. 

    Was alles gegen Wespen helfen soll

    Selbsternannte Wespen-Bescheidwisser erzählen ja gerne, dass man Kupfermünzen zwischen den Fingern reiben und dann elegant auf dem Tisch verteilen soll – angeblich mögen Wespen den Kupfer-Geruch nicht. Auch Kaffeeduft und die Ausdünstungen des Basilikums sollen schützen. Das Problem ist nur: Von all dem wissen die Wespen leider nichts. Mehr noch: Erzählt man den Wespen davon, lachen sie einen auch noch aus, um danach umgehend die Herausgabe des letzten Stückchens Bienenstich zu fordern.

    Kürzlich eskalierte das Ganze sogar noch, als mir beim Autofahren plötzlich eine ziemlich wütende Wespe auf dem Schoss saß, mit deren Schwägerin ich tags zuvor eine ziemlich unschöne Auseinandersetzung hatte. Ich bin im Moment noch nicht in der Lage, darüber zu reden, was anschließend passiert ist. Aber ich sage mal so: Es müsste endlich mal einer was gegen die unfassbare Wespenplage schreiben (Fortsetzung folgt).

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