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    Kitzingen

    Staatsministerin Michaela Kaniber besuchte das AELF in Kitzingen

    Michaela Kaniber konnte sich von den verschiedenen Nistmöglichkeiten im Insektenhotel überzeugen, die ihr Behördenleiter Gerd Düll erläuterte.
    Michaela Kaniber konnte sich von den verschiedenen Nistmöglichkeiten im Insektenhotel überzeugen, die ihr Behördenleiter Gerd Düll erläuterte. Foto: Jessica Schwittek, AELF Kitzingen

    Die bayerische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, machte sich bei einem Besuch beim AELF Kitzingen ein Bild von den Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf den Flächen rund um das Amt, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits im Juni 2019 wurden die Bemühungen des Amtes mit der Auszeichnung "Blühender Betrieb" des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutzes honoriert.

    Seit 2015 engagiert sich das AELF Kitzingen im Bereich der Artenvielfalt. Den Grundstein legte Behördenleiter Gerd Düll mit dem Umbau der Grünflächen hin zu Sukzessionsflächen. Dies bedeutet, dass sich die Natur hier weitgehend selbst überlassen bleibt und somit ihren ursprünglichen Charakter zurückgewinnen soll.

    Nur eine Mahd pro Jahr

    Die Begrenzung auf eine Mahd pro Jahr im Herbst hat die Ansiedlung heimischer Wildpflanzen zum Ziel, die typisch für die hiesige Kulturlandschaft sind. Begeistert zeigte sich die Ministerin von den verschiedenen Arten wie etwa Witwenblume, Luzerne, Kamille und Karde.

    Ein weiteres Element zur Förderung der Biodiversität stellen die angelegten Blühflächen rund um das Amt dar. Zwei verschiedene Saatgutmischungen der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau bieten nicht nur eine Nahrungsgrundlage für Insekten, sondern werten die Außenanlagen auch optisch auf.

    Einen weiteren Beitrag zur Biodiversität leisten diverse gestalterische Strukturelemente: Eine Trockenmauer bietet einen Rückzugsort für wärmeliebende Bewohner wie etwa Eidechsen. Ein Totholzstamm stellt mit seinen Hohlräumen nicht nur für Insekten einen Unterschlupf dar. Auch größere Tiere wie Igel oder Haselmaus können in Totholzarrangements überwintern.

    Mit dem angelegten Teich wurde auch für wasserbewohnende Arten ein Lebensraum geschaffen.

    Besonders begeistern konnte die Ministerin das im April 2019 errichtete Insektenhotel. Hier herrschte reges Treiben. Verschiedenste Wildbienen- und Wespenarten haben ihre Eier in das angebohrte Holz oder in die Schilf- und Strohröhren abgelegt. Die verschlossenen Löcher zeigten, dass es an Nachwuchs nicht mangeln wird.

    Die bayrische Staatsregierung fördert mit Geldern von EU, Bund und des Landes die Durchführung verschiedener Maßnahmen zum Erhalt der Arten und zur Steigerung der Biodiversität in der Landwirtschaft. Dies machen auch die aktuellen Zahlen aus dem Landkreis deutlich: Wurde 2018 für das Anlegen von Blühstreifen noch Förderung für 275 Hektar gewährt, so sind es 2020 schon 516 Hektar.

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    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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