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    Albertshofen

    VG Kitzingen: Palast-Revolution gegen Horst Reuther scheitert

    Bei der Gründung der interkommunalen Allianz MainLand im vergangenen Jahr waren Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther (links) und sein Buchbrunner Amtskollege Hermann Queck noch einer Meinung. Bei der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kitzingen sah das anders aus. Dort konnte Reuther bei einer Kampfkandidatur Quecks um den VG-Vorsitz eine Palast-Revolution abwenden.
    Bei der Gründung der interkommunalen Allianz MainLand im vergangenen Jahr waren Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther (links) und sein Buchbrunner Amtskollege Hermann Queck noch einer Meinung. Bei der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kitzingen sah das anders aus. Dort konnte Reuther bei einer Kampfkandidatur Quecks um den VG-Vorsitz eine Palast-Revolution abwenden. Foto: Hartmut Hess

    Die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kitzingen bestätigten in ihrer Konstituierenden Sitzung den Albertshöfer Bürgermeister Horst Reuther als VG-Vorsitzenden. Aber ein Selbstläufer war die Wiederwahl nicht, denn das neue Sulzfelder Ortsoberhaupt Matthias Dusel schlug seinen Buchbrunner Kollegen Hermann Queck als Gegenkandidaten vor. Reuther verhinderte die Palast-Revolution, in dem er sich mit elf zu vier Stimmen gegen den Mitbewerber durchsetzte und seine zweite Amtszeit anging.

    Bei der Vorstellung der Kandidaten und Wortmeldungen aus der Gemeinschaftsversammlung schwang unverhohlene Kritik an Horst Reuther durch. Dusel sah nach personellen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der VG in der nahen Vergangenheit Queck als langjährigen Betriebsrat dafür qualifiziert, entstandene Unruhen in der Zukunft zu vermeiden. Der Sulzfelder Jürgen Johanni stufte die Kandidatur Quecks als Ausdruck "offener Kritik an Herrn Reuther" ein und Hermann Queck sprach von mancher "Holter-die-Polter-Vorgehensweisen" in der Vergangenheit, die nicht sein Stil seien.

    Hermann Queck wird Reuthers erster Stellvertreter

    "Ich verspreche, dass ich alles dafür werde, dass wir in der Verwaltungsgemeinschaft und unter den Bürgermeistern künftig gut zusammenarbeiten", sagte Horst Reuther nach seiner Wiederwahl. Hermann Queck ist Reuthers erster Stellvertreter und beim zweiten Stellvertreter gab es ein zweites Mal an diesem Abend zwei Kandidaten, schlug doch Sulzfelderin Sybille Schmitt ihren neuen Bürgermeister Matthias Dusel als Gegenkandidat gegen den bislang amtierenden Bürgermeister Roland Hoh aus Biebelried vor. Das Wahlergebnis fiel denkbar knapp aus, gewann Roland Hoh doch mit acht Stimmen gegen Dusel mit sieben Stimmen.

    Die VG hat auch künftig den Bürgermeisterausschuss und einen Rechnungsprüfungsausschuss, die Rechnungsprüfer sind fortan der Vorsitzende Matthias Dusel und die Mitglieder Gabriele Brejschka, Philipp Wenkheimer und Dieter Koch. Die Gemeinschaftsversammlung beschloss die Entschädigung des ehrenamtlichen VG-Vorsitzenden mit einem Monatsbetrag von 1000 Euro. Die Mitglieder bekommen 25 Euro Sitzungsgeld, den gleichen Betrag bekommen auch die Eheschließungs-Standesbeamten pro Eheschließung. Als Eheschließungs-Standesbeamten bestellte das Gremium alle Bürgermeister der fünf Mitgliedsgemeinden, sowie Sulzfelds ehemaligen Rathauschef und jetzigen Dritten Bürgermeister Gerhard Schenkel. Keinen Widerspruch gab es gegen die befürwortete Geschäftsordnung.   

    Reuther: Es hat sich viel verändert und bewegt

    "Es hat sich in meiner vergangenen Amtszeit viel verändert und bewegt", meinte Horst Reuther in seinem Rückblick auf die vorherige Periode. So habe das bfz seine Räumlichkeiten im Haus der VG Kitzingen gekündigt, erst später fand sich mit der Firma Kühnel 17 ein neuer Mieter. In der nahen Vergangenheit habe sich eine hohe personelle Fluktuation eingestellt und in der Verwaltung habe sich ein Personalrat gegründet. Intern wurden Stellen neu bewertet und teilweise profitierten Mitarbeiter in Form einer Höhergruppierung. Auf dem Gebäudedach wurde eine Photovoltaikanlage installiert und damit Geld erwirtschaftet oder gespart.

    Verwaltungsintern schnitt Horst Reuther die Besetzung eines Standesamt-Mitarbeiters an, möglicherweise werde die Stelle intern oder extern neu besetzt, oder auch ausgelagert. Dass die Stellenbesetzung oder Auslagerung ein schwieriges Thema ist, zeigte die folgende Diskussion. Im Herbst gelte es eine weitere Stelle für das Aufgabengebiet Zuwendungen zu besetzen. Seit dem vergangenen Jahr habe sich Dieter Pfister als Geschäftsstellenleiter bestens bewährt, wofür ihm der Vorsitzende ein dickes Lob aussprach. Für dieses Jahr vermutete Reuther, dass heuer kaum ein Ferienpassprogramm oder nur in geringem Umfang möglich sein wird.

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