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    Landkreis Kitzingen

    Von Konfirmation bis Firmung: Finden die Feiern heuer statt?

    Im Landkreis Kitzingen sieht es nicht danach aus, dass Kommunion, Firmung oder Konfirmation bald nachgeholt werden können. Eine Gemeinde hat aber eine Möglichkeit gefunden.
    Vergangenes Jahr standen die Kinder noch eng zusammen bei ihrer Erstkommunion in Wiesentheid. Ob es heuer überhaupt Kommunion, Firmung oder Konfirmation geben wird, ist vielerorts noch ungewiss.
    Vergangenes Jahr standen die Kinder noch eng zusammen bei ihrer Erstkommunion in Wiesentheid. Ob es heuer überhaupt Kommunion, Firmung oder Konfirmation geben wird, ist vielerorts noch ungewiss. Foto: Kristina Senft-Hauck

    Auch für die Kirchen bedeuteten die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einschneidende Veränderungen. Zwar dürfen Gottesdienste seit einigen Wochen wieder stattfinden, doch gelten auch hier strenge Hygieneregeln. Etwa müssen Kirchenbesucher Mund-Nasen-Schutz tragen. Aber wie schaut es mit der ersten Kommunion, der Konfirmation oder der Firmung aus? Wann und wie es damit weitergeht, ist in vielen Gemeinden im Landkreis Kitzingen noch ungewiss.

    "Wir haben noch keinen Termin-Plan für die Kommunion", sagt Gabi Hadek. Sie ist Pfarrgemeinderatsvorsitzende der katholischen Kirche in Willanzheim, die zum Bistum Bamberg gehört. Um die Firmung muss sich ihre Gemeinde heuer zwar keine Gedanken machen, da sie dort nur alle zwei Jahre stattfindet. Aber wann und wie die Erstkommunion in Willanzheim kommt, kann Hadek noch nicht sagen. "Man kann noch nicht absehen, wie in ein paar Wochen die Situation ist."

    Sonderregelung: Kommunion in Kleingruppen

    Ähnliches sagt auch Peter Göttke, Pfarrer der katholschen Gemeinde in Wiesentheid, die zum Bistum Würzburg gehört. "Es ist noch nicht Definitives geplant." Er wolle vor allem seinen Kommunionskinder eine kindergerechte Erstkommunion bieten. Das sei aktuell unter den Einschränkungen – wie etwa der Maskenpflicht im Gottesdienst – nicht möglich. "Wenn sich was ändert", so der Wiesentheider Pfarrer, "werden wir es mit den Eltern absprechen."

    Eine definitive Entscheidung getroffen hat die Pfarreiengemeinschaft Sankt Hedwig im Kitzinger Land. Dort wird es heuer keine planmäßige Erstkommunion oder Firmung geben, wie Pfarrer Gerhard Spöckl berichtet. In den Kirchen Sankt Johannes und Sankt Vinzenz ist die Erstkommunion für den 5. April 2021 angesetzt, in den Pfarreien Sulzfeld und Biebelried für den 18. April. Jedoch unter Vorbehalt: "Eine Garantie haben wir natürlich nicht", sagt Spöckl. Es komme auf die weitere Entwicklung bezüglich Corona an. Genauso soll auch die Firmung erst wieder nächstes Jahr stattfinden.

    Die Pfarreiengemeinschaft Sankt Hedwig bietet aber auch eine Alternative. Finden sich genügend Kinder – mindestens fünf bis maximal 20 – für einen Termin, können diese an einem Sonntag ihrer Wahl über das ganze Jahr die Erstkommunion erhalten. Dann gelten jedoch die aktuellen Hyiene- und Schutzmaßnahmen. Mehr als die Geschwister und Eltern könnten also derzeit nicht am Gottesdienst teilnehmen.

    Auch die Konfirmation findet heuer nicht wie gewohnt statt

    Ähnlich wie bei Kommunion und Firmung, wird dieses Jahr auch die Konfirmation an den evangelischen Kirchen nicht wie sonst stattfinden können. "Heuer gibt es bei uns keine Konfirmation", sagt Dekanin Kerstin Baderschneider über die Situation in der Kitzinger Stadtkirche. Die Feier soll mit dem nächsten Jahrgang zusammen 2021 stattfinden. "Man will ein schönes Fest mit den Kindern und viele Gäste einladen", so die Dekanin. Und das sei heuer nicht möglich – besonders da der diesjährige Jahrgang mit um die 30 Kinder vergleichsweise groß sei.

    Zwar sind es laut Beate Krämer in der evangelischen Gemeinde Abtswind heuer nur drei Konfirmandinnen. "Wir haben aber noch keinen festen Termin", sagt die Pfarrerin. Denn das, was die Konfirmation eigentlich zu etwas Besonderem macht – wie die Segnung mit Handauflegung oder eine Abendmahlsfeier mit Gesang –, könne unter den aktuellen Umständen noch nicht stattfinden. "Wir müssen mit den Eltern und Kindern überlegen, was wir wollen", so Krämer. Dazu finden gerade Gespräche statt.

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