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    Marktsteft

    Wegen Hundekot: Marktsteft erhöht die Hundesteuer drastisch

    Die 'Bude', der Jugendtreff der Michelfelder Jugend in der alten Schule, kann mit Zuschüssen der Stadt renoviert werden und bekommt auch eine neue Eingangstüre.
    Die "Bude", der Jugendtreff der Michelfelder Jugend in der alten Schule, kann mit Zuschüssen der Stadt renoviert werden und bekommt auch eine neue Eingangstüre. Foto: Robert Haaß

    Mit einer drastischen Erhöhung der Hundesteuer will Marktsteft das Problem Hundekot in den Griff bekommen. Sollte diese Maßnahme Wirkung zeigen, könnte die Abgabe in zwei Jahren auch wieder gesenkt werden. 

    Nicht alle Stadträte waren aber vom Nutzen überzeugt. Wie in vielen anderen Gemeinden, so ist auch in Marktsteft das Thema Hundekot immer wieder präsent. Anlass für die Diskussionen diesmal war ein Schreiben eines Marktstefters, der sich massiv über Hundekot in der Flur beschwerte – kein Einzelfall, wie Bürgermeister Thomas Reichert sagte.

    Nachdem die Stadt bereits Kotbeutelspender und Abfallbehälter aufgestellt hatte, die aber bislang kaum Wirkung zeigen, schlug Reichert weitergehende Maßnahmen vor: Die Erhöhung der Hundesteuer zum einen und immer wieder mit Hundebesitzern reden zum anderen.

    "Die Hundesteuer wird's nicht regeln", vermutete Bertram Etzelmüller und schlug vor zu prüfen, ob einzelne Bereiche in der Flur, etwa das ehemalige Kleidergelände, komplett für Hunde gesperrt werden könnten. "Die schwarzen Schafe auf den Weg der Tugend bringen", könne die Steuererhöhung zwar, bestrafe aber auch die Ordentlichen, sagte Achim Leybach.

    Stadt unterstützt die Renovierung des Jugendraums finanziell

    Am Ende folgte eine Mehrheit der Räte Reicherts Vorschlag die Steuer von 30 auf 60 Euro für den ersten Hund, von 60 auf 100 Euro für den zweiten und von 90 auf 300 Euro für jeden weiteren Hund sowie für Kampfhunde zu erhöhen – und zwar befristet auf zwei Jahre.

    Der Michelfelder Jugendraum "Bude" im Untergeschoss des ehemaligen Schulhauses kann renoviert werden. Mit der Zusage eines Zuschusses in Höhe von maximal 5000 Euro gab der Stadtrat grünes Licht. Eingebaut werden soll eine neue Eingangstür. Die Entsorgung der alten und den Einbau der neuen Tür übernimmt die Jugend selbst.

    Das gilt auch für einen neuen Boden und die Neugestaltung der Bar. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von über 8000 Euro, wobei versucht werde, die Summe – neben der Eigenleistung – auch durch Spenden zu verringern.

    Wie soll der Stadtrat mit mehr Verkehr auf einer schmalen Straße entlang des Baugebiets Hausackerweg umgehen, die zunehmend als Ausweichstrecke und Abkürzung genutzt wird? Das Schreiben einer Anwohnerin führte zu einer längeren Diskussion.

    Training und Spiel in der Mehrzweckhalle bald wieder möglich

    Das Ergebnis: Die Verwaltungsgemeinschaft und eine Verkehrsschau sollen Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Gleichzeitig, das war die Meinung etlicher Räte, sollte der gesamte Verkehr in Marktsteft analysiert und, wenn möglich, beruhigt werden.

    Derzeit ist es nur der Stadtrat, der in der Mehrzweckhalle tagt. Mit weiteren Lockerungen der Corona-Einschränkungen rückt auch der Trainings- und Sportbetrieb wieder näher.

    Ab 15. Juli soll ein Training und einen Monat später auch ein Spielbetrieb wieder möglich sein, lautete Meinung der Stadträte – allerdings nur unter den dann geltenden Vorschriften. Ein entsprechendes Konzept zwischen der Stadt und den Vereinen wird erarbeitet.

    Auch in Marktsteft wird die Sparkassenfiliale zum Jahresende schließen. Geld kann dann an den Automaten in der Tankstelle und der VR-Bank abgehoben werden. Was mit dem Gebäude geschieht, sei noch offen, sagte Reichert.

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