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    Sulzfeld

    Wird Schul-Container zu Jugendtreff umfunktioniert?

    Der Container, der bislang für die Mittagsbetreuung und als Werkraum in der Sulzfelder Grundschule diente, muss einem neuen Anbau weichen. Im Gemeinderat blieb offen, ob der Container künftig als Raum für einen Jugendtreff dienen kann.
    Der Container, der bislang für die Mittagsbetreuung und als Werkraum in der Sulzfelder Grundschule diente, muss einem neuen Anbau weichen. Im Gemeinderat blieb offen, ob der Container künftig als Raum für einen Jugendtreff dienen kann. Foto: Hartmut Hess

    Der Sulzfelder Gemeinderat tat sich in seiner letzten Sitzung der zu Ende gehenden Wahlperiode mit der Frage, ob der bisher für die Nachmittagsbetreuung dienende Schul-Container künftig vielleicht als neuer Jugendtreff dienen soll. Wegen eines Anbaus für die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule an der Grundschule muss die Gemeinde jetzt kurzfristig den Container entfernen. Der Vorstoß der Verwaltung und des scheidenden Bürgermeisters, Gerhard Schenkel, den alten Container zu einem Jugendtreff umzufunktionieren, lief vorerst ins Leere und die Ratsrunde vertagte eine Entscheidung.  

    Der Gemeinderat debattierte unter anderem über den Standort. Dafür waren eine Fläche der Winzergemeinschaft Franken neben dem Sportheim, der Bauhof der Gemeinde und eine Fläche an der Mainlände im Gespräch. Da alle Erschließungsleitungen im Bauhof vorhanden sind und dort das Projekt auch kostengünstig zu verwirklichen wäre, favorisierte Uwe Pfennig den Bauhof. Bürgermeister Gerhard Schenkel wandte dazu ein, dass die Bauhofmitarbeiter nicht glücklich mit dem Jugendtreff auf ihrem Gelände wären. Für Benno Wahner schied der Standort Bauhof aus, weil der Zugang von der Staatsstraße her nicht gut sei.

    Auch die Jugendlichen fragen

    Am Ratstisch herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass der Jugendraum in der jetzigen Form mit jugendlicher Selbstverwaltung nicht mehr funktionieren wird. "Ich finde, das ist ein ganz schlechter Weg, dass wir planen, ohne mit den betroffenen Jugendlichen zu sprechen", monierte Ulrich Luckert. In mehreren Wortmeldungen wurde deutlich, dass der Container nur unter großem Aufwand umgesetzt werden kann, was schnell mal 10 000 Euro kosten würde. "Wir drehen uns mit unserer Diskussion im Kreis", bemerkte Ulrich Luckert und pochte auf ein durchdachtes Konzept, das nicht im Handumdrehen zu schaffen sei. Die Diskussion endete ergebnislos und so wird das neue Ratsgremium die Thematik wohl bald erneut auf dem Tisch liegen haben.   

    Auftragsvergaben 

     

    Die Ratsrunde vergab ferner mehrere Aufträge für die Offene Ganztagsschule. Die Elektroarbeiten wird die Kitzinger Firma Seynstahl zum Angebotspreis von 41 798 ausführen. Die Heizungs- und Sanitär-Arbeiten erledigt die Mainstockheimer Firma Lößlein für 49 254 Euro.

    Die Gemeinderäte berieten auch über ein aktualisiertes Brandschutzkonzept. Darin ist festgelegt, dass eine Wassermenge von 800 Liter pro Minute auf die Dauer von zwei Stunden in einer Entfernung von 100 Metern gegeben sein muss. Friedrich Staib kritisierte den Beschlussvorschlag und den Bürgermeister, denn die Beschlussvorlage sei fehlerhaft und nicht von Fachleuten geprüft. Ein entsprechendes Gutachten soll noch vom Ingenieurbüro Renninger erarbeitet und dem Gemeinderat  vorgelegt werden.

    Förderanträge zurückgezogen

    Im Rahmen des Sanierungskonzeptes der Wehrmauer und Türme waren auch neue Fenster am Hohen Turm vorgesehen. Zwei entsprechende Förderanträge zieht die Gemeinde zurück. Vorerst werden die Arbeiten nicht angegangen.

    Gerhard Schenkel gab die abschließende Finanzierung des Kinderkrippenanbaus am Kindergarten bekannt. Demnach verblieb der Gemeinde von den Gesamtkosten von 672 821 Euro abzüglich der Zuschüsse des Staats und der katholischen Diözese sowie dem Anteil der Kirchengemeinde ein Eigenanteil von 72 336 Euro. Damit musste die Gemeinde weit weniger Geld beisteuern als ursprünglich angenommen.

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