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    Fellen

    13 Jahre alter Schlepper für den Bauhof muss ersetzt werden

    Zwei imposante Schlepper standen vor der Gemeindekanzlei. Diese signalisierten den eintreffenden Räten, Zuhörern und dem Pressevertreter, dass der geplante Kauf eines solchen Fahrzeugs für den Bauhof thematisiert werden sollte. In der Gemeinderatssitzung dann stellten die beiden Firmenvertreter von der Baywa (Karlstadt) und Landmaschinen Fischer (Lohrhaupten) ihre Geräte den Gemeinderäten und Bürgermeisterin Zita Baur vor.

    Zunächst aber berichtete Bauhofleiter Christoph Jähnsch, der auch im Gremium sitzt, dass ein erneut aufgetretener Schaden am 13 Jahre alten Schlepper aufgetreten sei, den man nur notdürftig repariert habe, da in der vorangegangenen Ratssitzung eine Ersatzbeschaffung signalisiert worden sei. "Wir hoffen, dass er so lange durchhält, bis der Neue kommt", sagte Baur.

    Jähnsch hatte sich intensiv mit der Neuanschaffung beschäftigt und auf zwei Anbieter reduziert. Bei gleicher Ausstattung sieht das Angebot der Baywa einen Schlepper des Fabrikats "Massay Ferguson" einen Preis von 80 860 Euro brutto vor, während der Schlepper der Firma Landmaschinen Fischer, ein "John Deere" 91 400 Euro kostet. "Wir würden gerne aufgrund der langjährigen Erfahrung beim Einsatz anderer Gerätschaften bei der Firma Fischer kaufen, aber der Preis spricht eine deutliche Sprache", urteilte die Bürgermeisterin. Außerdem kann dieser Lieferant den Schlepper nicht in der Kommunalfarbe Orange liefern, während dies für die Baywa kein Problem darstellt.

    Eine weitere Offerte für einen Schlepper des Herstellers "Koboto" zum Preis von 90 700 Euro sortierte Jähnsch wegen zu geringer Erfahrung im Einsatzbetrieb aus. Ein wichtiges Argument zugunsten des Baywa-Schleppers lieferte der Bauhofleiter: Er habe beide Traktoren auf einer "Teststrecke" von Fellen bis auf die Bayrische Schanz und wieder zurück mit Vollgas gefahren. Die anschließende Kraftstoffkontrolle zeigte erhebliche Unterschiede: 4,7 Liter mehr Kraftstoffverbrauch zeigte der "John Deere" an. "Auf die 5500 Betriebsstunden des alten Schleppers bezogen wären dies Mehrkosten beim Kraftstoffverbrauch von rund 40 000 Euro". Ein weiterer Vorteil liegt in der Lieferzeit. Während das Baywa-Angebot bereits bis Mitte Dezember verfügbar wäre, notieren andere Händler an die sechs Monate Lieferzeit. Für Bürgermeisterin Baur war das Argument der schnellen Verfügbarkeit wichtig, um den Winterdienst zu garantieren. Für den Verkauf des alten Schleppers bietet die Baywa einen Erlös von 20 000 Euro.

    Die ebenfalls eingeholte Leasing-Variante war für das Gremium allem Anschein nach nicht attraktiv genug und ließ es fallen. Letztlich entschied sich der Gemeinderat einstimmig für das Gebot der Baywa Karlstadt eines "Massay Ferguson" zum Preis von 80 860 Euro in der Kommunalfarbe Orange.

    Bearbeitet von Jürgen Gabel

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