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    Marktheidenfeld

    150 Mal Unterstützung für Familien – auch in Marktheidenfeld

    Feiern in Marktheidenfeld den 150. Familienstützpunkt in Bayern (von links): Leiterin Antonia Reuther, Koordinatiorin für Main-Spessart, Constanze Friedl, Ministerialdirektor Markus Gruber, stellvertretende Landrätin Sabine Sitter und Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder. Foto: Ralf Thees

    Dass Marktheidenfeld die runde Zahl abbekommt, war Zufall. Das trübte die Freude darüber aber nicht, dass in der Stadt der 150. Familienstützpunkt in Bayern vor wenigen Wochen eröffnet hat. Am Donnerstag gab es im Marktheidenfelder Rathaus eine kleine Feier deswegen. Eigentlich hätte Carolina Trautner kommen wollen, Staatssekretärin für Familie, Arbeit und Soziales, aber "den Staatssekretären ist es empfohlen, zu erscheinen" wenn der Ministerpräsident im Landtag in München eine Regierungserklärung abgibt, wie an diesem Tag zu Europa. Das erklärte Ministerialdirektor Markus Gruber, der den Termin freudig in Vertretung für Trautner wahrnahm, wie er sagte.

    Familien guten Bedingungen in ihrem täglichen Umfeld zu ermöglichen, das sei ein roter Faden in der Kommunalpolitik in Marktheidenfeld, sagte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder. Der Familienstützpunkt im Fränkischen Haus – nach beispielsweise Kitas, offener Ganztagsschule und Mittagsbetreuung – sei nun neu dabei, das umzusetzen. Hier werden Familien beraten zu Partnerschaft und Beziehung, zu Schwangerschaft und Erziehung sowie zu schulischen und finanziellen Fragen, erklärte Schmidt-Neder. Sie ist froh, dass die frühere Stadtjugendpflegerin Antonia Reuther nach ihrer Elternzeit den Stützpunkt leite, was für die Vernetzung der Kontaktstelle "ein ganz großes Plus" sei.

    Vierter Familienstützpunkt im Landkreis Main-Spessart

    Die Familienstützpunkte sind eine Erfolgsgeschichte, sagte Gruber, der Marktheidenfelder als der vierte im Landkreis Main-Spessart sei ein Zeichen dafür. Gerade für Eltern mit Kleinkindern können sie eine große Rolle spielen, so Gruber, manche jungen Eltern könnten sich gerade am Anfang daheim überfordert fühlen. Die Stützpunkte könnten hier eine gute Kontakt- und Anlaufstelle sein und Eltern an geeignete Stellen vermitteln.

    Auch die stellvertretende Landrätin Sabine Sitter ist dankbar, dass der Landkreis mit der Stadt Marktheidenfeld – nach Gemünden, Lohr und Zellingen – einen Kooperationspartner für den Familenstützpunkt gefunden und damit "ein niederschwelliges Angebot" geschaffen hat.  Unter dem Netzwerkgedanken und dem generationsübergreifenden Aspekt freut es Sitter, dass sich auch die Ehrenamtsvermittlung, die Demenzberatung RuDiMachts! und der VdK-Kreisverband im Fränkischen Haus befinden.

    Constanze Friedl als Koordinatorin der Familienstützpunkte im Landkreis Main-Spessart erklärte, dass Eltern zwar oft viele Fragen haben, man sie aber nicht mit Ratschlägen überhäufen, sondern sie in ihrer Haltung stärken wolle. Ihrer Kollegin Antonia Reuther wünschte sie alles Gute für ihre Arbeit und drückte ihr noch eine große Kiste Lego Duplo in die Arme, als Spielzeug für die künftigen kleinen Kunden.

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