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    Kreuzwertheim

    17 Fledermäuse im Bettingberg-Tunnel

    Einverstanden zeigte sich der Kreuzwertheimer Gemeinderat damit, dass die Beratung über die erneute Behördenbeteiligung zur zweiten Änderung des Bebauungsplanes „Am Wasserhaus“ verschoben wird, da hier erst noch Fragen zum Immissionsschutz geklärt werden müssen.

    Bürgermeister Klaus Thoma informierte über die Fristen zur Einreichung von Wahlvorschlägen zur Kommunalwahl am 15. März kommenden Jahres. Demnach werden Vorschläge frühestens ab dem 17. Dezember und müssen spätestens am 9. Januar eingereicht werden. Ob es dabei eine „Einheitsliste“ geben wird, die in einer früheren Gemeinderatssitzung von Andreas Schmidt angeregt worden war (wir berichteten), erscheint aber eher zweifelhaft. Laut der Kommunalaufsicht beim Landratsamt dürfte diese Einheitsliste nur 16 Bewerberinnen und Bewerber enthalten, also genauso viele, wie letztlich Plätze im Gemeinderat vergeben werden. Das wollten weder der Bürgermeister noch die amtierenden Mandatsträger so glauben. Bis zur nächsten Sitzung soll das geklärt werden.

    Jeweils einstimmig billigte das Gremium die Bauanträge des Marktes zum Neubau eines Wasser-Hochbehälters und eines Druckmindergebäudes. Über beides hatte man zu Beginn der Sitzung erst ausführlich beraten.

    Seit dem 1. Oktober ist nach einer Mitteilung der Regierung von Unterfranken der Bettingberg-Tunnel wieder geschlossen. Bereits 17 Fledermäuse, darunter auch eine von unbestimmter Art, haben dort schon ihr Winterquartier bezogen, und es werden noch deutlich mehr werden.

    Der Bürgermeister wies auf seine Einladung, vornehmlich an Schülerinnen und Schüler gerichtet, die sich an der ersten „Fridays-for-Future“-Demonstration im Mai in Wertheim beteiligt hatten, mit ihm gemeinsam Müll an den Straßenrändern zu sammeln. Dies soll nun am Samstag, 12. Oktober,  ab 10 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist der Bauhof der Marktgemeinde. Thoma betonte, dass auch weitere Helfer willkommen seien.

    Auch für den traditionellen „Tag für Ghana“ des Vereins „Paul e.V.“ machte der Bürgermeister Werbung. Der diesjährige „Ghanatag“ findet am Sonntag, 20. Oktober, in der Dreschhalle statt.

    Ob das Gebäude des neuen Hochbehälters Gelegenheit biete, darauf eine „Bürgersolaranlage“ zu installieren, wollte Frank Theobald (Freie Wähler) wissen. Man werde das prüfen und auch, ob so etwas auf dem Rathaus möglich sei, sagte Klaus Thoma zu.

    Er hoffe, in der nächsten Gemeinderatssitzung über erste Erkenntnisse aus der Verkehrsüberwachung berichten zu können, so der Bürgermeister auf Anfrage von Jo Krimm (SPDPlus).

    Anita Hilbig, die Mitglied im Steuerkreis der Leader-Arbeitsgemeinschaft „Spessart“ ist, klagte, dass man sich dort viel Mühe gemacht habe, um Anträge aus Kreuzwertheim zu prüfen und zu entscheiden, um dann festzustellen, dass die Projekte nicht so umgesetzt würden oder umgesetzt werden sollen.  In Bezug auf die beiden angesprochenen Schutzhütten, von denen nur noch eine angeschafft werden soll, rechtfertigte der Bürgermeister dies mit den stark gestiegenen Kosten.

    Die von Anita Hilbig ebenfalls angesprochene Buhne im Mainvorland sei, wenn auch nicht einstimmig, beschlossen worden. Die lange Zeit fehlende wasserrechtliche Genehmigung liege jetzt vor. Silvia Klee begründete, ihre Gegenstimme seinerzeit habe sie nicht abgegeben, weil sie gegen das Projekt sei, sondern weil sie den Zeitpunkt im Zusammenhang mit dem geplanten Ersatzbau der alten Mainbrücke für problematisch halte.

    Eine Zuhörerin forderte, der Bauausschuss möge sich einmal mit dem Zustand der Rathausgasse befassen. Der sei nämlich katastrophal.

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    Bearbeitet von Elmar Kellner

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