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    Retzbach

    Abbruch des Kindergartens hat begonnen

    Seit Anfang der Woche wird deutlich, dass der Retzbacher Kindergarten samt ehemaligen Schwesternwohnheim und nebenstehendem Haus durch einen Neubau ersetzt wird. Foto Jrügen Kamm Foto: Jürgen Kamm

    Dachbalken sind sichtbar gebrochen, ehemalige Wände liegen als Ziegelsteinhaufen auf dem Boden und mitten drin steht ein schwerer Bagger – der Abbruch des Retzbacher Kindergartens hat in dieser Woche begonnen. In der Gemeinderatssitzung blickte Bürgermeister Wieland Gsell noch einmal auf die auch dafür nötige Beauftragung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators zurück.

    Für die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 15. Oktober hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den Auftrag an ein Büro aus Oberfranken zu vergeben. Doch dann wurde der Beschluss auf Antrag von Gemeinderat Philipp Kromczynski in den nichtöffentlichen Sitzungsteil verlegt und dort erhielt ein anderes Büro erhielt den Zuschlag. Eine Rücksprache mit der Rechtsaufsicht am Landratsamt Main-Spessart ergab allerdings, dass dieser Beschluss rechtswidrig war.

    Nichtöffentliche Entscheidung

    Deshalb hatte Bürgermeister Wieland Gsell in der Gemeinderatssitzung vom 22. Oktober die Überprüfung des Beschlusses beantragt. Wieder fiel eine Entscheidung im nichtöffentlichen Teil. Der Auftrag ging an die Firma Kolter Ingenieure aus Litzendorf bei Bamberg für rund 20 000 Euro. Dies ist das Büro, welches die Verwaltung schon eine Woche vorher vorgeschlagen hatte. Das Angebot hatte sich nach eingehender Prüfung als am wirtschaftlichsten erwiesen.

    Nun erinnerte Bürgermeister Wieland Gsell, auch angesichts der jetzt bereits laufenden Abbrucharbeiten daran, dass Gemeinderat Stefan Wohlfahrt die Beschlussfassung mit der Begründung vertagen wollte, die Angelegenheit sei nicht dringlich. Er habe jedoch vom Abbruchunternehmen erfahren, dass sonst die Arbeiten in den nächsten vier Wochen nicht hätten beginnen können.

    Allerdings, so der Bürgermeister, hatten schon am Montag vor der Sitzung vom 22. Oktober zwei Mitarbeiter der Bauverwaltung mit dem Abbruchunternehmer die Verkehrssicherung und den Beginn der Arbeiten eine Woche später besprochen. Da frage er sich schon, so Wieland Gsell, was mit einer Verschiebung der Abstimmung bezweckt werden sollte.

    Außerdem informierte der Bürgermeister über die nötige Sanierung des Kanalhauptsammlers vom Abwasserzweckverband Zellingen am Freibad, in dem mehr als beindicke Wurzeln wuchsen (wir berichteten bereits).

    Für den Kindergarten St. Georg in Zellingen wurde laut Bürgermeister in einem Gespräch mit Dekan Albin Krämer, dem Trägerverein und dem Elternbeirat Anfang der Woche der Start des für einen Neubau nötigen Verfahrens nach der Vergabeverordnung (VgV-Verfahren) im Jahr 2020 festgelegt.

    Bei den kurzen Anfragen lobte Gemeinderat Günter Krönert die schnelle Arbeit eines Bauhofmitarbeiters. Dieser habe am Feiertag Allerheiligen eine sinnlos laufende Wasserleitung im Duttenbrunner Friedhof repariert.

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