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    Karlburg

    Adolf Kübert und Josef Renk sind seit 70 Jahren beim TSV Karlburg

    Zwischen 20 und 70 Jahren gehören die vom TSV Karlburg geehrten Mitglieder schon zum Verein. Kamm Foto: Jürgen Kamm

    Als Adolf Kübert und Josef Renk dem TSV Karlburg beitraten, schrieb man das Jahr 1949, das Jahr, als die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde. Mit 70 Jahren Mitgliedschaft waren die beiden früheren Fußballer die Stars der diesjährigen Mitgliederehrung des TSV Karlburg. Einmal im Jahr lädt der Verein seine langjährigen Mitglieder dazu ins Vereinsheim ein, Kaffee und Kuchen inklusive. Diesmal wurden zusätzlich "20 Jahre Förderkreis TSV Karlburg" gefeiert. Dieser konnte den Verein in dieser Zeit vor allem über die Vermarktung der Bandenwerbung mit über 350 000 Euro unterstützen.

    Als Vorsitzender für Finanzen hatte Uwe Binner ein paar Zahlen zum Jubiläum mitgebracht: 784 Mitglieder hat der 1895 gegründete Verein derzeit, was auch 63 000 Euro an Vereinsbeiträgen bedeutet. Der Förderkreis konnte in diesem Jahr einen Rekordzuschuss von 25 000 Euro leisten, dazu kamen anlässlich des Aufstiegs in die Bayernliga 22 000 Euro an Spenden.

    In der Summe bringen es die Geehrten auf 1350 Mitgliedsjahre. Bei den Ehrungen zusammen mit Felix Gold, dem Organisator der Ehrung, blickte Uwe Binner immer auch auf ihr Eintrittsjahr sowie auf die sportliche Karriere zurück. So hatte Adolf Kübert einst den Ruf "gefürchteter Mittelfeldspieler" und Josef Renk "eisenharter Verteidiger".

    Vor 60 Jahren fielen in Europa die ersten Zollgrenzen. In den TSV Karlburg traten Heinz Gold (ehemals Trainer Landesliga-Mannschaft), Sigmund Kohlmann (Trainer und Verteidiger), Helmut Krimm (Landesliga-Spieler, Ehrenmitglied), Elmar Plawky, Erich Brückler (Torjäger und Landesliga-Stütze) und Bernhard Gehret (gefürchteter Mittelfeldspieler der "goldenen 70er-Jahre-Elf) ein.

    "Ein großer Schritt für die Menschheit" - 50 Jahre liegt die erste Mondlandung und letzte Bereisung eines Planeten oder Mondes zurück. Der einstige Fußballer Rudolf Kübert nahm die Ehrung persönlich entgegen, Franz Köhler und Bernhard Kübert bekommen sie vom TSV Karlburg wie alle Verhinderten nachgereicht.

    40 Jahre liegen inzwischen die Gründung der Grünen und die erste direkte Wahl des EU-Parlaments zurück. Bei den für diese Zeitspanne geehrten acht Mitgliedern handelt es sich nicht nur um Fußballer. Es sind Peter Buhn (über zehn Jahre Betreuer erste Mannschaft), Sabine Feeser (ehemals Turnerin und Leiterin Gymnastik), Gerhard Heßdörfer (Fußballfan), Luise Kohlmann, Udo Kohlmann (ehemaliger Torwart), Cornelia Netrval (Turnen und Volleyball), Petra Rösch (Turnen, seit 20 Jahren Leiterin Gymnasik) und Steffen Schmitt (ehemaliger Spieler und Abteilungsleiter Fußball-Junioren).

    1989 fielen die Mauer und der eiserne Vorhang, für 30 Jahre wurden Jan Binner (Fußballer und Trainer), Johannes Gold, Edwin Schrauth (zuletzt Senioren-Gymnastik), Katharina Feser, Alexandra Klüsener Daniela Lober, Isabel Frohnapfel und Frank Hartmann (einst Torwart) geehrt.

    "Millennium" war das Wort des Jahres 1999 und die Angst vor Computerproblemen aufgrund des Jahrtausendwechsel ging um. Als neue Mitglieder kamen Pascal Goschler, Rudi Goschler, Laura Heim, Franziska Müller, Gunter Müller, Jasmin Zeitz und Theresa Zorn zum TSV Karlburg.

    "Wir leben in verrückten Zeiten", stellte Karlstadts Bürgermeister Paul Kruck in seinem Grußwort fest. Objektiv gehe es uns so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr, doch die Stimmung im Land mit Armuts- und Gerechtigkeitsdiskussion im Land so eher wie nach der dritten Rezession in Folge. Für den TSV Karlburg freute er sich, dass der Verein so treue Mitglieder hat. Bemerkenswert sei auch die Bandbreite vom Breitensport mit vielen Sportarten bis zum fast Profifußball. "Das wird schon, ich bin da ganz zuversichtlich", sagte er zu Letzterem und hob hervor, Bayernliga zu spielen, das sei schon etwas in der Region.

    Auf die Geschichte des Förderkreises ging Gerd Spengler ein. Die beginne letztlich in seiner Zeit als Vorsitzender. 1999 gab es am damals neuen Rasenplatz ein Werbeschild. Rainer Schrauth ging "Klinkenputzen" und fand drei Firmen, die ein Werbeschild kaufen, aber keine laufenden Gebühren zahlen wollten. Danach wurde eine Agentur mit der Bandenwerbung beauftragt, ehe der Förderkreis Oskar Gold gewinnen konnte. "Ein begnadeter Verkäufer", hob Gerd Spengler hervor. Der Rest ist praktisch Geschichte, inzwischen sind über 380 Meter mit Bandenwerbung belegt. Spengler dankte allen Sponsoren, die dahinter stehen, aber auch den unermüdlichen Helfern, die immer wieder die Montage übernehmen.

    Aktuelle Mitglieder des Förderkreises sind die Firmen Arsteiner Brauerei Max Bender, BHP Bad- und Heizungspartner, Fliesen Gehret, Metzgerei Hartmann, Autohaus Köhler, Martin Kühl Putz- und Malerarbeiten, Gärtnerei & Floristik Plawky sowie die Privatpersonen Uwe Binner, Oskar Gold, Helmut Kraft, Sebastian Kühl, Kurt Müller, Burkhard Rickert, Manfred Schmitt, Rainer Schrauth und Gerd Spengler.

    Der aktuelle Förderkreis des TSV Karlburg (von links): Uwe Binner, Manfred Schmitt, Oskar Gold, Susan Schubert (Arnsteiner Brauerei), Kurt Müller, Helmut Kraft, Rainer Schrauth, Gert Spengler, Peter Hartmann, (Metzgerei Hartmann), Markus Köhler (Autohaus Köhler) und Sebastian Kühl. Foto Jürgen Kamm Foto: Jürgen Kamm

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