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    Mühlbach

    Agenda-21-Kino im November: „Fair Traders“

    Der November-Film im Rahmen des Agenda-21-Kinos trägt den Titel „Fair Traders“. In dem Dokumentarfilm von 2019 geht Nino Jacusso der Frage nach, wie ein Wirtschaftsmodell nach dem Neoliberalismus aussehen kann und zeigt hierzu die Haltung dreier Vorreiter, die tagaus tagein zwischen fairer Bezahlung innerhalb der gesamten Lieferkette, biologischer Produktion und dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft balancieren.

    Es muss doch einen anderen Weg geben! Dieser Gedanke war Ausgangspunkt für eine radikale Neuorientierung von zwei Unternehmerinnen und einem Unternehmer: Sina Trinkwalder, früher Besitzerin einer Marketing-Agentur, fertigt heute Zero-Waste-Kleider mit Angestellten, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance hätten. Der Textilingenieur und ehemalige Garnhändler Patrick Hohmann hat in Indien und Tansania zwei Großprojekte für die Herstellung von Biobaumwolle aufgebaut. Und die aus dem pädagogischen Bereich kommende Claudia Zimmermann betreibt jetzt mit ihrem Partner einen Biohof mit angeschlossenem Dorfladen und engagiert sich gegen Food Waste.

    Faire Arbeitsbedingungen und biologische Herstellung mit dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft zu vereinbaren ist für die drei ein ständiger Balanceakt – doch sie beweisen, dass es wirtschaftlich möglich ist, sozial, ökologisch und gleichzeitig erfolgreich zu produzieren. Der Film eröffnet laut Ankündigung des Landratsamtes Main-Spessart aus einer oft hoffnungslos erscheinenden globalen Situation einen motivierenden möglichen Ausweg und rückt Ethik und Nachhaltigkeit als Faktoren für den Erfolg ins Zentrum.

    Im Movie im Luitpoldhaus Marktheidenfeld läuft der Film am 7. November um 20.30 Uhr und am 11. November um 18.30 Uhr. Die Burg-Lichtspiele Karlstadt zeigen den Film am 14. November um 20 Uhr, und am 17. November um 17.30 Uhr. Diskussionspartner sind bei den Donnerstagsvorführungen am 7. November die Lohrer Selbsthilfe, die Modellintegrationsgesellschaft und das Inklusionsamt sowie am 14. November das SOS-Kinderdorf Hohenroth.

    Für hörgeschädigte Menschen ist nach vorheriger Anmeldung bei der Agenda-21-Beauftragten Ilse Krämer, Tel.: (09353) 793-1758, E-Mail: Ilse.Kraemer@Lramsp.de die Nutzung einer mobilen induktiven Höranlage möglich. Die Kinovorführung ist dank Sponsoren zu einem Sonderpreis von fünf Euro zu besuchen.

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    Bearbeitet von Andreas Köster

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