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    Karlstadt

    Alfred Klein feierte 90. Geburtstag

    Vor seinem selbstgebauten Gartenhäuschen fühlt sich der 90-jährige Alfred Klein auch heute noch wohl. Foto: Barbara Wolf

    Zum 90. Geburtstag von Alfred Klein gratulierte Dritte Bürgermeisterin Anja Baier für die Stadt Karlstadt mit Flaaktalern. Vom Vogelschutzverein gratulierte Vorsitzender Günther Maier und von der Siedlervereinigung Vorsitzender Bernd Kuhn ihrem langjährigen Vereinsmitglied.

    Der Karlstadter Alfred Klein kann auf ein langes Berufsleben zurückblicken. Er begann 1944 eine Lehre als Elektriker im Zementwerk Schwenk und schloss mit dem Gesellenbrief ab. Dort arbeitete er 45 Jahre, die letzten fünf als stellvertretender Chef der Elektroabteilung.

    1952 hat Alfred seine Marga geheiratet, und sie konnten bei deren Schwester Anneliese Kitz auf dem Bauernhof wohnen. In dieser Zeit wurde ihr erster Sohn geboren. Nach drei Jahren zogen sie nach Laudenbach. Alfred baute für seine Familie ein Zelt. Nach etwa drei Jahren konnten sie in ein Haus der Firma Schwenk umziehen. Sie bekamen noch einen Sohn und eine Tochter. Nach 18 Jahren sollte das Haus saniert werden, und die Familie musste ausziehen. Mittlerweile war das Elternhaus, das auf dem heutigen Hauptschulgelände stand, an die Stadt verkauft worden. Dafür erhielten er und seine drei Geschwister je einen Bauplatz. Alfred Klein begann 1975 mit viel Eigenleistung ein Reihenhaus in der Riemenschneiderstraße zu bauen. Damals trat er der Siedlervereinigung bei.

    Als 1970 der Vogelschutzverein gegründet wurde, war er von Anfang an dabei. Zuerst trafen sich die Männer im Ausflugslokal vom "Taupps Durst". Auf dem heutigen Vogelschutzgelände stand eine leere Hütte. Dieses Gelände wurde dem Verein von der Stadt zur Verfügung gestellt. Sie bauten die Hütte aus, und Alfred wurde Werkstattwart. Damals hat er ein Aggregat für die Stromerzeugung gebaut, später ein zweites, das heute noch läuft. Bei den jährlichen Ausflügen des Vogelschutzvereins reisten er und seine Frau gerne mit.

    1988 erlitt Alfred einen Schlaganfall. Seither konnte er nicht mehr arbeiten. Er kaufte mit seiner Frau ein Gelände im Wurzgrund. Darauf bauten sie ein Gartenhaus und pflanzten Obstbäume. Vor Jahren haben sie es ihren drei Kindern vermacht, damit sie es mit den drei Enkeln nutzen konnten.

    Schon in den 40er Jahren hatte Alfred eine Mittelohrentzündung. Er wurde insgesamt siebenmal am Ohr operiert. Dies konnte die Schwerhörigkeit nicht verhindern, deshalb ging er zur Selbsthilfegruppe für Schwerhörige. Auch beim Donnerstagstreff in der Pfarrei zur Heiligen Familie ist er gerne zu Gast.

    Als seine Frau vor fünf Jahren starb, stand er vor der Entscheidung, einem Hausverkauf zuzustimmen, da seinem ältesten Sohn die Hälfte gehörte. Mittlerweile hat es seine Enkelin mit dem Urenkel übernommen, und er hat ein Wohnrecht in der Kellerwohnung. Besonders, wenn ihn seine drei Enkel und die zwei Urenkel besuchen, hat er viel Freude.

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