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    Altfeld

    Alpfler Laabfrösch feiern 33-jähriges Bestehen

    Die Laabfröschgarde und die Nachwuchsgarde zeigten ihr Können. Foto: Röbert Köhler

    Einen originellen Beginn zur Feier ihres 33-jährigen Bestehens hatten sich die Laabfrösch ausgedacht: der "Fedder vom Gassmarkt", Rainer Gerberich, erschien im historischen Gewand seines Großvaters, der über Jahrzehnte mit seiner Schelle die Neuigkeiten im Dorf verbreitete.  

    Als erstes Highlight des Abends zeigten 48 Tänzerinnen und Tänzer im Alter zwischen 11 und 51 Jahren ihr Können. Der langjährige Sitzungspräsident Thomas Oleynik moderierte den Abend. Was die Laabfrösch treiben, wenn die Faschingssession vorbei ist, erzählte die Sketchgruppe mit Heike Nitschky, Brigitte Wiesmann, Sabine Rücker und Simon Hoh. Ein Steeäisel, eine Schnagge und ein Rattel von den bekannten Fasenachtsvereinen sind als geladene Gäste auf dem Weg nach Altfeld. Die Gastgeschenke, drei Bocksbeutel wurden auf dem langen Weg von Homburg nach Lengfurt schon ausgetrunken, aber jetzt ist Eile angesagt. Als Mahlzeit werden bestimmt wieder "Kohlrawe un Hefekloß", das Kultgericht der Laabfrösch beim Fränkischen Abend, aufgetischt. Allerdings werde noch mehr unternommen: Ausflüge, Familienwandertag, die Teilnahme am Vereinspokalschießen und dem Grafschaftsturnier blieben leider stets ohne Erfolg.

    "Fulminantes Revival"

    In Reimform machte sich "Wiesi" (Stephan Wiesmann) über die Faschingsnarren lustig: "Uff einen Schlag wern alle dämlich, es ist die Zeit der tollen Tage, so eine Art Idiotenplage." Zum Motto von 2009, "Laabfrosch-TV", zeigte der Showtanz eine Aufführung. Wofür die 15 Tänzer damals Monate Zeit hatten, schafften die 33 Tänzer heute in vier Wochen.  Das Männerballett gestaltete zusammen mit den Arschkrampen ein "Best of…", eine Choreografie zu den beeindruckendsten Tänzen der letzten 33 Jahre. Mit dem Auftritt der "Henkhölzer", beinahe in der ursprünglichen Besetzung, gelang die Sensation des Abends. Unterstützt wurden Hermann und Jürgen Wagner, Werner Eyrich von Andy Albert und Michael Schöffer. Nach "Stets gut gelaunt: Die Frösche quaken im Chor", gab es "Standing Ovations". 

    "Ein fulminantes Revival", stellte Thomas Oleynik fest. Dem Programm folgte eine Party mit der Sitzungskapelle "Almzocker". Am Sonntag gab es einen Gottesdienst am Morgen mit Pfarrer Reinhold Völler, anschließend Mittagessen und Aktivitäten für Kinder und Familien. 

    Grußworte an die Laabfrösch

    Landtagspräsidentin Barbara Stamm a.D. würdigte das Ehrenamt, es stehe für Zusammenhalt, Kulturpflege, Humor und Lebensqualität. Dies sei für sie der wahre Reichtum einer Gesellschaft. Mit der fränkischen Fastnacht werde ein Stück Heimatkultur weiter gegeben. Allerdings sehe sie auch, dass die stetig wachsende Bürokratie das Ehrenamt immer schwieriger mache, Entbürokratisierung sei dringend geboten. 

    Barbara Stamm mit Gardemädchen und Sitzungspräsident Daniel Krank (links) und Moderator Thomas Oleynik (rechts) Foto: Röbert Köhler

    Siegfried Schnellbach überbrachte die Glückwünsche des Fastnachtsverband Franken, vom Bezirkspräsidenten des FVF, Tobias Brand und vom Verbandspräsidenten Marco Anderlik. Ihn hat einen Auszug in der Chronik der Alpfler Laabfrösch besonders beeindruckt: "Man wollte nicht als reiner Fasenachtverein gesehen werden, dörfliches Brauchtum und die Pflege des Liedguts stehen in der faschingslosen Zeit im Mittelpunkt."

    Der Zweite Bürgermeister Martin Harth überbrachte die Glückwünsche der Stadt Marktheidenfeld, vor allem auch der Ersten Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder. Die Gründung des Alpfler Fasanachtsvereins vor über drei Jahrzehnten war ein Wagnis, Karneval spielte in der Umgebung eine bescheidene Rolle. Das Wagnis habe sich gelohnt: Fasching schaffe auf ganz eigene Weise Identität und Heimat, auch Spott und Kritik seien Bestandteile des Humors. Er dankte den Laabfrösch, dass sie in all den Jahren dabei nie die Grenzen überschritten, persönliche Rücksicht und Respekt bewahrten.

    Im Namen der örtlichen Vereine gratulierte Helmut Freudenberger, Vorstand des SV Altfeld. 33 Jahre Alpfler Laabfrösch seien eine beachtliche Zeit. Was sie in dieser Zeit auf die "Froschbeine" stellten, verdiene Hochachtung. Es habe sich viel bewegt, entwickelt und verändert. Dominierten in der Gründerzeit um Heinz Matschiner und Hermann Wagner noch die Männer, seien heute auch viele Faschingsamazonen in der Verantwortung. 

    Männerballett und Arschkrampen: "The best of 33 years" haben sich die beiden Tanzgruppen ausgesucht. Für die Choreografie "Glocken von Rom" wurden sie mit großem Applaus belohnt. Foto: Röbert Köhler

    Robert Köhler

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