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    Marktheidenfeld

    Alter Taufstein: Auf Umwegen zurück in die Laurentiuskirche

    Mit der Renovierung der Marktheidenfelder St.-Laurentius-Kirche ist der alte Taufstein dorthin zurückgekehrt. Das hat viele Fragen ausgelöst.
    Der alte Taufstein aus rotem Sandstein ist in die St.-Laurentius-Kirche zurückgekehrt. Er steht jetzt im rechten Seitenschiff vor dem Beichtstuhl.
    Der alte Taufstein aus rotem Sandstein ist in die St.-Laurentius-Kirche zurückgekehrt. Er steht jetzt im rechten Seitenschiff vor dem Beichtstuhl. Foto: Michael Deubert

    Mit der Renovierung der St.-Laurentius-Kirche ist der alte Taufstein dorthin zurückgekehrt. Das hat viele Fragen ausgelöst. 

    Der Taufstein aus rotem Sandstein, der aufgearbeitet wurde und jetzt im rechten Seitenschiff vor dem Beichtstuhl aufgestellt worden ist, befand sich in der Kirche bis zu deren Renovierung in den späteren 1950er Jahren unter Pfarrer Franz Hegmann.

    Dieser Taufstein ersetzte bei der Renovierung der Laurentius-Kirche unter Pfarrer Franz Hegmann den alten Taufstein. Er wurde bei der Renovierung unter Pfarrer Karl Rost entfernt.
    Dieser Taufstein ersetzte bei der Renovierung der Laurentius-Kirche unter Pfarrer Franz Hegmann den alten Taufstein. Er wurde bei der Renovierung unter Pfarrer Karl Rost entfernt. Foto: Michael Deubert

    Dann wurde er durch einen Taufstein aus poliertem Granit ersetzt, der vom Material und von der Gestaltung her zur damals ebenfalls neu aufgestellten Kanzel passte.

    Als die Laurentius-Kirche 1982/83 unter Pfarrer Karl Rost renoviert wurde, entfernte man Kanzel und Taufstein. An die Stelle der Kanzel trat das Lesepult, etwa dort, wo der Taufstein stand, wurden die Sitze für Priester und Altardienst installiert. Der Taufstein wurde damals nicht ersetzt. Der Grund: Taufen würden nicht mehr in der Laurentius-Kirche stattfinden, sondern in der Pfarrkirche St. Josef.

    Vom Steinmetz in den Privatgarten

    Der Taufstein, der jetzt wieder in der Kirche steht, hat nach seiner Entfernung aus der Kirche ein günstiges Schicksal erfahren, könnte man sagen: Er lagerte in der Werkstatt des Steinmetzmeisters und Bildhauers Heinz Eschenbacher in der Baumhofstraße und wurde von dort weggekauft. Einen neuen Platz bekam er im großen Garten der Familie Stahl (Emmerich) in der Brückenstraße. Diese sagte zu, den Taufstein bei Interesse wieder der katholischen Pfarrgemeinde zu überlassen, wenn er in seiner Funktion erneut in die Laurentius-Kirche käme.

    Von wann der alte Taufstein stammt, hat sich bisher nicht klären lassen. Vom Stil her erinnert er etwas an barocke Formen, er ist wohl neo-barock. Es könnte durchaus sein, dass er Ende des 19. Jahrhunderts mit der Erweiterung der Laurentius-Kirche um die beiden Seitenschiffe aufgestellt worden war. 

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