• aktualisiert:

    Neuendorf

    An und unter der Oberfläche viel zu tun

    Die Behebung von Straßenschäden war eines der Themen, mit denen sich der Neuendorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt hat. Foto: Thomas Josef Möhler

    An der Oberfläche und darunter gibt es in Neuendorf einiges zu tun. Der Gemeinderat hat am Dienstag mit jeweils einstimmigen Beschlüssen den Weg frei gemacht für die Ausbesserung von Straßenschäden, die Regulierung von Schächten und die Verlegung eines Stromkabels zum Gewerbegebiet »Kurze Stückäcker« in Nantenbach, wo sich die aus Gemünden abziehenden Mainfränkischen Werkstätten ansiedeln wollen.

    Nach Angaben von Bürgermeister Karlheinz Albert hatte das Bayernwerk vor, das Kabel quer durch die Gewerbeflächen neben der Firma Kreutz & Mock zu verlegen. Das habe er abgelehnt, weil das Kabel die Verwertung der noch ungenutzten Flächen erschwert hätte. Bei einem Ortstermin sei eine »machbare Strecke ermittelt worden«.

    Diese führt laut Albert im Flurweg neben den Gewerbeflächen bis zur Nantenbacher Straße. Diese müsse mit einer Spülbohrung unterdükert werden, um das Stromkabel in der Böschung des Radwegs entlang der Nantenbacher Straße bis zum vorgesehenen Grundstück zu führen. Ein Kabelverzweiggehäuse in den Dimensionen 2,8 mal 1,7 Meter Tiefe werde am Flurweg aufgestellt, wo das Gebüsch ende.

    Feuchte Senke

    Dort könne im Notfall der Strom abgeschaltet werden. Er habe auf der Farbe Grün für das Gehäuse bestanden, damit es nicht zu sehr auffalle, berichtete Albert. Der Kasten gleiche dem an der Frankenstraße. Johannes Rauch gab zu bedenken, dass am geplanten Standort eine feuchte Senke sei. »Das ist nicht unser Problem«, entgegnete der Bürgermeister, »wenn das Bayernwerk sagt, dort können Kabel verlegt werden«.

    Wie jedes Jahr will Albert die Schachtrahmen und Seiteneinläufe am Straßenrand instandsetzen und regulieren lassen, die sich im schlechtesten Zustand befinden - heuer fünf Schachtrahmen und einen Seiteneinlauf. Der Auftrag ging für 3347 Euro brutto an die Firma Bernhard, die bereits in den Vorjahren in Neuendorf tätig war.

    Für 7232 Euro inspiziert die Lohrer Firma Mösslein den Brunnen in den »Nassen Äckern«. Die letzte Zustandserkundung war nach Alberts Angaben 2010, eine neue sei nötig und vorgeschrieben, um Schäden am Brunnen zu vermeiden. Zum Auftragsumfang gehören eine Kamerabefahrung und die Kontrolle der Pumpe.

    An vielen Stellen im Ortsgebiet gibt es laut Bürgermeister Risse in den Straßen. Er will deshalb an eine Baufirma die Arbeitsleistung von einem Tag zur Fugen- und Rissesanierung vergeben. In dieser Zeit seien etwa 2,8 Kilometer zu schaffen. Ein Angebot über 2565 Euro brutto liege vor. Im letzten Jahr sei nichts gemacht worden, »die Arbeiten sind dringend nötig, um die Straßen zu sichern«.

    Schwertransport unterwegs

    Mögliche Schäden beim zweiten Schwertransport eines Transformators von der Mainlände zum Pumpspeicherwerk Langenprozelten will Albert dokumentieren. Der Transport ist am Freitag, 26. April, ab 12 Uhr unterwegs. Mit dem Projektmanager sei vereinbart, die Gemeindestraßen vorher und nachher abzugehen, auf denen der Transport unterwegs sei. Große Sorgen hat der Bürgermeister nicht: Der erste Transport habe wegen der Verteilung der Last auf viele Achsen auch keine Schäden verursacht.

    Bearbeitet von Thomas Josef Möhler

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!