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    Gemünden

    Anspruchsvolle Kirchenmusik

    Sängerin Judith Djacic und am Klavier Michael Albert beim Konzert 'Geistliche Abendmusik' in der Christuskirche.
    Sängerin Judith Djacic und am Klavier Michael Albert beim Konzert "Geistliche Abendmusik" in der Christuskirche. Foto: Ferdinand Heilgenthal

    Zum Konzert "Geistliche Abendmusik" der Sing- und Musikschule Gemünden begrüßte Pfarrer Thomas Schweizer am Vorabend des Buß- und Bettages rund 50 Besucher in der evangelischen Christuskirche.  

    Musikschulleiter Mathias Weis und die Fachlehrer Michael Albert und Julia Frank (Gesang), Claudia Rothkegel-Risser (Blockflöten) und Michael Reinhart (Bläser) hatten ein breit gefächertes Programm aus Gesangs- und Instrumentalbeiträgen zusammengestellt, die sie zusammen mit ihren Schülern darboten. Die kulturgeschichtliche Bandbreite des Konzerts umfasste Werke von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.

    Den Auftakt machten die Bläser Markus Albert und Paul Schneider (Trompeten), Julian Döll (Tuba) und Michael Reinhart (Bariton) auf der Empore mit zwei festlich klingenden Renaissancetänzen. Später folgten "Ich bete an die Macht der Liebe", das mächtige "Die Himmel rühmen" und eine Pavane des zeitgenössischen Komponisten Jan van der Rost.

    Jonathan von Rhein, Anna Kabst und Claudia Rothkegel-Risser spielten als Blockflöten-Trio bei variierender Instrumentalisierung Beiträge aus der Zeit des Barock. Technisch und sehr sauber brachten sie ein Stück von Johann Mattheson zu Gehör und später intonierte das Trio eine Allemande des Komponisten Melchior Frank. Dazwischen erklang von Jonathan von Rhein und Claudia Rothkegel-Risser im Duett das Adagio aus einer Sonate von Franceso Barsanti.

    Mit sehr sicherer Bassstimme und akzentuiert sang im Bass Andreas Schade aus dem Messias von Georg Friedrich Händel "For Behind" und Birgit Schneider brachte aus dem gleichen Werk "But who may abide" zu Gehör. "You Raise Me Up" und "Amazing Graze" hatte sich Tanita Rosenau ausgesucht und Hanna Rittel sang "Vergiss mein nicht" aus Schemmelis Gesangbuch von Johann Sebastian Bach. Als Ausnahmetalent erwies sich einmal mehr Demian Schlegel, der in bemerkenswert hoher Stimmlage das "Vater unser" von Arvo Pärt sang. Das erfahrene Duett Uschi und Werner Bauer überzeugten bei den durch sich überlagernde Passagen sehr anspruchsvollen "Wann unsre Augen schlafen ein" von Heinrich Schütz und Judith Djacic brillierte mit ihrem raumfüllenden Sopran bei vier biblischen Gesängen aus der Feder von Antonin Dvorak. Begleitet wurden die Sänger jeweils von Michael Albert und Mathias Weis am Klavier.

    Den Schlusspunkt des einstündigen Konzerts setzten die Bläser mit zwei festlichen Renaissance-Tänzen von Tilman Susato. Die Zuhörer dankten für die besinnlichen Darbietungen mit langanhaltendem Beifall.  

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    Bearbeitet von Ferdinand Heilgenthal

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