• aktualisiert:

    Arnstein

    Arnsteiner Stadtrat tagt trotz Corona-Krise

    Der Stadtrat von Arnstein tagte diesmal in der Aula der Grundschule. Hier konnten die Teilnehmer die notwendigen Sicherheitsabstände einhalten.
    Der Stadtrat von Arnstein tagte diesmal in der Aula der Grundschule. Hier konnten die Teilnehmer die notwendigen Sicherheitsabstände einhalten. Foto: Elisabeth Eichinger-Fuchs

    "Trotz der Pandemie müssen die Stadt und der Stadtrat funktionsfähig bleiben", mahnte Arnsteins Bürgermeister Franz-Josef Sauer und das Gremium folgte dieser Forderung bei seiner letzten Sitzung, die wegen des besseren räumlichen Angebots in der Aula der Grundschule durchgeführt wurde. Hier konnte man die Mindestabstände der Personen leichter einhalten.

    Um schlagkräftig zu bleiben und schnelle Entscheidungen treffen zu können, beschloss der Stadtrat, ein Notgremium aus zehn Mitgliedern mit Entscheidungsbefugnis zu bilden. Dazu wurden die Vertreter des Ferienausschusses bestimmt. Stadträte, die daran nicht teilnehmen möchten, können sich durch die festgelegten Ersatzmänner in Eigenregie vertreten lassen. Die Verwaltung ist aber darüber zu informieren. Der Ferienausschuss kann bindende Beschlüsse fassen.

    Nicht realisierbar ist der Vorschlag von Bertram Wolf, die künftigen Stadtratssitzungen per Videokonferenz durchzuführen. Einmal reiche die digitale Ausrüstung dazu nicht aus, zum anderen könnten nichtöffentliche Teile ohnedies nicht in diesem Modus erfolgen, da nicht gesichert sei, wer sich in den häuslichen Räumen der Teilnehmer aufhalte, beschied der Bürgermeister Wolfs Vorschlag.

    Tägliches kurzes Krisentreffen im Rathaus

    Neben den reduzierten Stadtratssitzungen findet täglich im Rathaus ein kurzes Krisentreffen am Runden Tisch statt, bei dem auch die Bürgermeister-Stellvertreter teilnehmen. Teilnehmer sind hier auch bei Bedarf Vertreter des Ordnungsamts, der Polizei und andere Personen des öffentlichen Lebens.

    Bürgermeister Sauer versicherte, die Grundversorgung für die Bevölkerung der Großgemeinde sei gesichert. Beim Betreten des Rathauses müsse eine Desinfektionsschleuse passiert werden. Mitarbeiter im Wasser- und Abwasserbereich sind im Schichtdienst tätig, um möglichst Personalbegegnungen zu vermeiden. Außerdem werden persönliche Geburtstags- und Jubiläumsbesuche durch die Bürgermeister nicht mehr persönlich durchgeführt. Stattdessen werden Geschenke und Gratulationen für die Jubilare vor der Tür abgestellt.

    Bürgermeister Sauer dankte allen, die bereit sind, Nachbarn und älteren Mitbewohnern zur Seite zu stehen, warnte allerdings vor zu großem Aktionismus. Die Helferdienste werden ausschließlich im Rathaus zentral von Nathine Willert gesteuert.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!