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    Lohr

    Auf die Kraft des Geistes Jesu besinnen

    "Und sie begannen in anderen Sprachen zu reden", so schildert Lukas das Wunder des Pfingsttages. Das wurde an Pfingsten auch in der Lohrer Stadtpfarrkirche erlebbar: Festliche Musik, Lesungen in verschiedenen und Rosenblätter, die den Kirchenraum füllten – geistvolle Eindrücke nahmen viele Gottesdienstbesucher mit.

    Bereits um Mitternacht wurde mit dem Pfingsthymnus das Hochfest des Heiligen Geistes begrüßt, heißt es in der Pressemitteilung der Pfarrei. Zuvor beteten viele Gläubige in der pfingstlich geschmückten Kirche. Zu Beginn des Hochamtes erinnerte Pfarrer Johannsen daran, dass der Geist die Jünger Jesu befähigte, in verschiedenen Sprachen zu sprechen und so die großen Taten Gottes zu verkünden, dass jeder sie verstehen konnte.

    Der Heilige Geist lehrt die Jünger auch heute neues Sprechen und befähigt sie zu Sprachen der Zunge, zur Sprache der Musik und der Sinneswahrnehmungen. All das konnten die Gottesdienstbesucher miterleben. So wurden die Lesungen in Englisch und Französisch, das Evangelium in Latein und Griechisch und die Fürbitten zusätzlich in Japanisch und italienisch vorgetragen.

    Die Kantorei unter Leitung von Kantor Alfons Meusert gestaltete den Gottesdienst festlich mit der Messe "Ecce quam bonum" von Hans Leo Hassler und lateinischen und deutschen Gesängen mit. Nach dem Evangelium stimmten Kantorei und Gemeinde den Pfingsthymnus "veni creator spiritus" an und das Kommen des Geistes wurde versinnbildlicht in Rosenblättern, die aus einer der Deckenöffnungen der Stadtpfarrkirche sanft in den Kirchenraum glitten und sich im Kirchenschiff verteilten.

    In seiner Predigt griff Pfarrer Johannsen den Schlager von Hildegard Knef "Für mich soll's rote Rosen regnen" und beschrieb den Traum vieler Menschen vom Glück in Liebe, Beruf und Erleben, das sie und andere ihnen wünschen wie einen Regen von Rosenblätter. Oft aber erleben Menschen die Dornen der Trauer, der Trennung, des Ausgebrannt-Seins und der Überforderung. Dann braucht es die Besinnung auf die Kraft des Geistes Jesu, der die Menschen aufrichten will.

    Ausgehend von der Pfingstsequenz stellte er das Wirken der Heiligen Geistes nicht als einen zufälligen Schauer des Glücks dar, sondern eine verborgene Kraft, die im Menschen wirkt.

    Vom Theologen Romano Guardini nahm er den Gedanken auf, dass in jedem Menschen nicht nur Veranlagung und Prägungen vorhanden sind, sondern dass Gott ein Lebenswort in seine innerste Mitte spricht, das zum Passwort für das Leben wird. Der Mensch darf bestehen, weil er den Geist der Gotteskindschaft hat.

    Bearbeitet von Pressemitteilung

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