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    Marktheidenfeld

    Aus dem Stadtrat: Millionen eingenommen, Millionen ausgegeben

    5 935 510 Euro teuer kommt die Stadt Marktheidenfeld die Erschließung ihres letzten großen Gewerbegebiets, der "Söllershöhe" bei Altfeld. Gegen die Stimme von Joachim Hörnig erfolgte die Vergabe der Wasser-, Abwasser- und Straßenbauarbeiten an die Firma Leonhard-Weiss aus Bad Mergentheim. Routine dagegen war die alljährliche Vergabe für Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehren. Diesmal fallen 54 046 Euro an. Der Auftrag erhielt die Metzler Feuerschutz GmbH.

    Das Thema Feuerwehr kam später in der Sitzung am Donnerstagabend nochmals zur Sprache als Bauamtsleiter Alexander Chesauan über den Stand der laufenden Bauarbeiten im Stadtgebiet informierte. Die Kostenprognose für die neue Feuerwache liege inzwischen bei 12,9 Millionen Euro, also rund zwei Millionen Euro über den Berechnungen. Die Summe könne noch steigen, räumte er auf Nachfrage ein, da noch nicht alle Ausschreibungen getätigt seien.

    Rücklagen: Noch ist einiges da, aber ein Ende in Sicht

    Gut, dass die Haushaltsentwicklung positiv ist, wie Kämmerin Christina Herrmann bei ihrem Bericht über das dritte Quartal 2019 vortrug. Der Verwaltungshaushalt sei im Plan, beim Vermögensetat sind 13,5 der für heuer vorgesehenen 29,7 Millionen Euro ausgegeben. Bei den Einnahmen gehe es aber schleppend, da viele Baumaßnahmen noch nicht so weit abgeschlossen sind, dass man die Zuschüsse abrufen könne. Bislang sind erst 2,6 der 29,7 Millionen Euro da. Nicht zuletzt dank der guten Gewerbesteuereinnahmen sind aktuell noch 32,8 Millionen Euro in den Rücklagen. Diese Summe sinkt bis Jahresende auf etwa 25 Millionen Euro, kündigte Herrmann an und ergänzte, dass der Sparstrumpf im nächsten Haushaltsjahr für die begonnenen Maßnahmen aus heutiger Sicht komplett geleert werde.  

    Weiter informierte sie über die Bedarfsanmeldung 2020 für die Städtebauförderung. Unter den 1 040 000 Euro, die einstimmig beschlossen wurden, sind als größte Posten 400 000 Euro für die Erweiterung des Parkplatzes Lohgraben (Abschnitt 1), 300 000 Euro für die Pflasterung im Zuge des Projekts Barrierefreie Altstadt und 200 000 Euro für die Toilettenanlage im Bereich Lohgraben/Friedhof.  

    Durchwachsene Freibadsaison

    Einen Kurzbericht gab Centermanager Wilko van Rijn für die Freibadsaison 2019 im Wonnemar. Demnach haben 23 818 Menschen das Freibad besucht, dazugerechnet werden 30 Prozent der Gäste von Hallenbad und Sauna, die ebenfalls gerne das Freibad aufsuchen. Somit ergibt sich eine Gesamtzahl von 30 963 Personen. Van Rijn sprach von einer aufgrund der Wetterumschwünge durchwachsenen Saison, die vom 19. Mai bis 20. September dauerte. Man habe diverse Aktionen angeboten, erstmals auch eine Campingnacht. Wegen Regens seien zwar nur 80 der 143 Angemeldeten gekommen, doch werde 2020 eine Fortsetzung kommen. Christian Menig (CSU) forderte, das Bad in der Außenwirkung besser zu verkaufen und nicht das Negative in den Mittelpunkt zu stellen. "Wir stehen zum Wonnemar und lassen es uns auch was kosten."

    Entlang der Autobahn bei Altfeld soll ein Photovoltaikpark erweitert, ein zweiter gebaut werden. Abgesegnet gegen die Stimmen von Helmut Adam und Ulrike Schneider wurden die dafür nötigen Änderungen der vorhabenbezogenen Bebauungspläne und des Flächennutzungsplans. Nun folgt die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. 

    Eigentlich schon zum 1. Januar 2020 müsste die Stadt Marktheidenfeld ein Informationsmanagementsystem eingeführt haben. "Das werden wir nicht schaffen", gestand der geschäftsleitende Beamte Matthias Hanakam, doch sei der Gesetzgeber zufrieden, wenn es bis dahin auf den Weg gebracht ist. Umsetzen will es die Stadt gemeinsam mit der Kommunalen Allianz im Raum Marktheidenfeld, was der Stadtrat einstimmig befürwortete. Beauftragt werde ein externer Berater. Hanakam schätzte die Kosten für die Stadt in den ersten drei Jahren auf rund 35 000 Euro.

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