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    Karlstadt

    BBV: Geringe Tierhaltung und Anbau-Art schonen Grundwasser

    Symbolbild Grundwasserprobe. Foto: Uli Deck

    Als pauschale Verurteilung der Landwirtschaft wertet der Bauernverband den in der Ausgabe vom Samstag, 3. August, veröffentlichten Bericht des VSR-Gewässerschutzes mit der Überschrift „Bis zu 173 Milligramm Nitrat entdeckt“. Der BBV gibt dazu folgende Stellungnahme ab:

    "Der VSR-Gewässerschutz hat wiedermal in der Region Karlstadt Brunnenwasser aus Gartenbrunnen getestet. Leider bekamen wir trotz Nachfrage keine genaueren Informationen über die genaueren Standorte der jeweiligen Brunnen, so der Bauernverband in einer Pressemeldung. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei den untersuchten privaten Brunnen um bodennahe Brunnen in oder an gut genutzten Gartenanlagen. Der Bauernverband nimmt an, dass dies auch bei dem Brunnen in Steinfeld so war, der den Spitzenwert für die Überschrift des Artikels lieferte. Bestätigt wurde zumindest die nahe Lage im nördlichen Bereich der Ortschaft. Genau dort befindet sich eine Gartensiedlung. Bei intensiv bewirtschafteten Gartenanlagen treten oft höhere Belastungen auf."

    Wer wie der VSR-Gewässerschutz agiere und im gleichen Atemzug diese hohen Belastungen pauschal der Landwirtschaft zuordne, handele nicht verantwortungsbewusst und hat laut Bauernverband scheinbar nur ein Ziel: Spendengelder generieren.  

    Geschäftsführer Elmar Konrad erklärt: "Jeden Tag arbeiten Landwirte verantwortungsbewusst mit hoher Sensibilität in der Natur. Der Landkreis Main-Spessart verfügt mit 0,24 Großvieheinheiten (entspricht einer Kuh auf vier Hektar Fläche) über die geringste Tierhaltung in Bayern. 92 Prozent der Trinkwasserquellen in Bayern halten den Grenzwert für Nitrat ein. Die Belastung der Oberflächengewässer nimmt stetig ab. Und außerdem: Das Umweltbundesamt gibt an, dass 50 Prozent der Nitratbelastung nicht aus der Landwirtschaft stammt."

    Dennoch seien Landwirte bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen um die Belastungen weiter zu minimieren. Schließlich stellten die geringen Niederschläge und oft zerklüftete Böden auch eine besondere Herausforderung dar, so der Bauernverband.

    Bearbeitet von Joachim Spies

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