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    Gemünden

    Barber-Shop: Gemünden bekommt einen Barbier und Herrenfriseur

    "Es gibt nichts Schöneres, als eine Stadt lebendig zu erhalten", sagt Taylan Zorlu, der im März seinen Barber-Shop gegenüber des Gasthofes Koppen in Gemündens Fußgängerzone eröffnet. Foto: Rosemarie Knechtel

    Neugierige Passanten versuchen schon seit Tagen einen Blick durch die Ritzen zwischen den Klebefolien an den Schaufenstern zu erhaschen.

    Die Renovierung des Ladenlokals gegenüber des Gasthofes Koppen in Gemündens Fußgängerzone, in dem sich zuvor ein Second-Hand-Shop befand, ist bereits weitestgehend abgeschlossen. Nun baut Taylan Zorlu die Inneneinrichtung für seinen neuen Barber-Shop auf, zu dem zwei Bedienplätze mit Waschbecken gehören, eine Empfangstheke und Sofas für einen gemütlichen Wartebereich.

    Zorlu, der den Beruf des Barbiers von der Pike auf gelernt und in Metropolen wie Ankara und Istanbul ausgeübt hat, lebt seit 15 Jahren in Deutschland und wohnt mit seiner fünfköpfigen Patchworkfamilie in Karlstadt, wo er aktuell sogar für den Stadtrat kandidiert. Dort arbeitet er seit nunmehr zwöllf Jahren als Barbier und wagt nun den Schritt in die Selbstständigkeit.

    Vergebliche Suche nach Personal

    Für seinen Traum vom eigenen Salon fiel die Entscheidung aus drei möglichen Objekten und Städten auf Gemünden, weil hier die Miete noch realistisch ist und ihn das Flair der Altstadt und die Freundlichkeit im Stadtmarketing überzeugte. Inzwischen sind alle Behördengänge erledigt, so dass der Eröffnung am Montag, 16. März, nichts mehr im Weg steht. Seit fast acht Monaten sucht Zorlu vergeblich nach geeignetem Personal, deshalb wird er seine männlichen Kunden vorerst von Montag bis Donnerstag nur nach Termin bedienen. Freitags und samstags schneidet und frisiert er Kopfhaar und Bart der Männer ohne vorherige Terminvereinbarung.

    Im gesamten März wird der Salon an sechs Tagen durchgehend geöffnet sein. Jeder Besucher ist willkommen zu Kaffee und türkischem Tee, während Zorlu alle Fragen beantwortet. "Ich freue mich, wenn die Menschen kommen, um mit mir zu plaudern", ergänzt der Barbier, bevor er noch verrät, dass er ebenso leidenschaftlich gerne kocht wie er Haare schneidet.

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