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    Mittelsinn

    Bauarbeiten am neuen Urnenfeld gehen voran

    Bürgermeister Peter Paul stellte seinem Gemeinderat die Bauarbeiten des neuen Urnenfeldes im Mittelsinner Friedhof vor. Foto: Jürgen Gabel

    Die Gemeinde möchte der geänderten Bestattungskultur Rechnung tragen und die Wünsche der Verstorbenen erfüllen, in heimischer Erde bestattet zu werden. Dazu zählen auch pflegeneutrale Urnenwiesen, wenn beispielsweise keine Angehörigen vor Ort sind und das Urnengrab in einem Friedwald nicht gewünscht wird. Nach der Planungserstellung durch das Büro Toponeo aus Burgsinn und der Auftragsvergabe im Juni an die Firma Anton Breitenbach Obersinn zum Preis von 38 800 Euro nahmen jetzt Bürgermeister Peter Paul und der Gemeinderat den Fortschritt der Arbeiten in Augenschein.

    Matthias Breitenbach von der gleichnamigen Baufirma stellte das bereits beplante Areal im südlichen Friedhofsteil vor. Dieser machte deutlich, dass gegenüber der Konzeption ein geringeres Platzangebot zur Verfügung stehe und deshalb die Wege leicht schmäler ausgeführt werden müssen, sodass die Grabplätze enger zusammen rücken. Leider kann das Urnenfeld keinesfalls barrierefrei bezeichnet werden, jedoch ist das Befahren mit dem Rollator möglich. Da auf dem gesamten Areal lehmiger Boden war, musste großzügig Erdaustausch vorgenommen werden.

    Urnenwiese mit 21 Plätzen

    Vom Hauptgang des Friedhofs begrüßt ein Rondell mit einer gepflanzten Hainbuche die neue Urnenwiese, die sich dem Gehölz der benachbarten Friedhofsbegrenzung angleicht. Um das Wachstum zu begünstigen und bei Regen die Speicherfähigkeit des Bodens zu gewährleisten, baute die Firma zwölf Kubikmeter Pflanzgranulat ein. Acht Tiefröhren rund um das Gehölz bieten Platz für je zwei Urnenbestattungen. Ein bestehendes Doppelgrab muss in das Urnenfeld integriert werden. Dahinter schließt sich die Urnenwiese mit weiteren 21 Urnengrabplätzen an.

    Alle Urnenplätze werden mit einer Sandsteinplatte mit dem Namen des Verstorbenen belegt, um die Pflegefreiheit zu gewährleisten. Nach der Graseinsaat übernimmt der Bauhof die Pflege. Ein am Rande installierter Sandsteinblock in Eckform, versehen mit einem Holzbelag, lädt zum Ausruhen und Innehalten ein. Der Gemeinderat entschied, die leicht abgeänderte Bauausführung wie vorgestellt zu vollziehen. Bürgermeister Paul möchte den Fertigstellungstermin des Projekts bis zum Allerheiligentag am 1. November einhalten.

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