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    Lohr

    Befreiende Farben

    Die Künstler der Forensischen Klinik (von links) Daniel Lang, An Trong Nghiem, Daniel Haifler, Jürgen Horacek und Reza Tanhaei mit Kunsttherapeutin Annette Passlack im Kreise ihrer Exponate. Foto: Frank Zagel

    Von Bildern mit »viel Kraft, Farbigkeit und Freude« sprach Klinikdirektor Domenikus Bönsch zur Eröffnung der neuen Bilderausstellung im Foyer des Haus 21 am Bezirkskrankenhaus.

    Mehrere Patienten der Forensischen Klinik, die größtenteils bis zum Therapiebeginn noch nie in der Verbindung zu Kunst standen, erschufen während eines Zeitraumes von bis zu einem Jahr wahre Meisterwerke. Unterstützt wird diese Tätigkeit auch vom Arbeitskreis Kunst und Psychiatrie, der sich seit den 80er Jahren um eine Förderung von Patienten am BKH bemüht. Deren Vorsitzender Sebastian Born sah im Engagement ein »besonderes Erlebnis für die Patienten, die Bilder auch in der Öffentlichkeit zeigen zu können.«

    Zeigen, was man kann

    Seit vielen Jahren ist es das Anliegen von der in der Forensik arbeitenden Kunsttherapeutin Annette Passlack, ihren Patienten eine lösungsorientierte Arbeit anzubieten. »Weg von der Schuld, weg von den Problemen und hin zu dem was ich kann«, sei das Ziel, führte sie aus.

    Die Bilder, in der Kunstrichtung Spontanrealismus des österreichischen Künstlers Voka gehalten, sollen für die Patienten einen Weg nach vorne zeigen. »Wir wollen weg von schwarz dominierten Bildern mit Totenköpfen und hin zu farbenstarken Gemälden«, erklärte Passlack den etwa 20 erschienenen Gästen.

    Die Künstler selber konnten die Ausführungen der Vorredner nur bestätigen. »Geduld, Ausdauer und Durchhaltevermögen« hat Daniel Lang im Rahmen der Kunsttherapie erlernt. »Die Farben befreien mich«, bringt Daniel Haifler seine Erfahrungen abschließend auf den Punkt.

    Zu sehen ist die Ausstellung noch bis September im Verwaltungsgebäude (Haus 21) des Bezirkskrankenhauses während den Öffnungszeiten.

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