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    Homburg

    Begeistert von der Sommerakademie Homburg

    10. Sommerakademie Homburg: Experimentelle Drucktechniken mit Stipendiatin Uma Nimkar (links) und Kursleiterin Linda Schwarz (Zweite von rechts). Foto: Raymond Roth

    Auch im Jubiläumsjahr „10“ ein voller Erfolg: die Sommerakademie Homburg. Sowohl das Akademie-Team zog eine sehr positive Bilanz als auch die Kursleiter und Kursteilnehmer - darunter viele Stipendiaten - äußerten sich von sehr zufrieden bis euphorisch über diese in toller Atmosphäre verlaufene kreative Woche.

    Die Teilnehmer, unter ihnen viele „Mehrfach-Täter“, kommen aus ganz Deutschland und sogar aus dem Tessin und den USA. Sylvia Welker aus Jülich, Mathematik-Lehrerin im Ruhestand, nahm schon zum achten Mal teil, bei den verschiedensten Kursen. Sie sagt: „Man spürt, dass die Dozenten mit Leidenschaft bei ihrer Tätigkeit dabei sind.“ Holger Förster, aus dem Raum Kiel angereist, ist ein hervorragender Fotograf, der hier bei seiner fünften Kursteilnahme unter anderem hinzulernte, wie man Fotos vergolden kann. Er lobt die Arbeit in den kleinen Gruppen als „ideal“:  „Ich habe Verbesserungen erzielt bei vielen Fotos, die ich ohne den Kurs nicht bekommen hätte.“

    Pro Kurs ein Stipendiat

    Besonders interessant ist die Gruppe von Stipendiaten, die sich bewerben und dabei beweisen müssen, dass eine Kurs-Teilnahme für sie in besonderer Weise  förderlich ist. Sie kommen alle mit Unterstützung durch einheimische Sponsoren nach Homburg, oft um etwas völlig Neues zu erlernen. Pro Kurs gab es einen Stipendiaten: Studenten von Kunsthochschulen, Kunstpädagog(inn)en, Schülerinnen, eine Studentin der Heilpädagogik, eine angehende Industrie-Designerin. Anne Schröter, gelernte Buchbinderin aus Görlitz, die sich mit einer Freundin ein Stipendium teilte, will mit den erlernten Techniken und Kenntnissen über Farben (Kurs „Vergolden mit Farbspiel“) auch  einmal Bücher und Bucheinbände gestalten.

    „Vergolden und Farbspiel“ mit Kursleiterin Mercedes Kupczyk (Zweite von links), der „Rekordteilnehmerin“ Sylvia Welker aus Jülich (links) und Stipendiatin Anne Schröter, sitzend am mittleren Tisch). Foto: Raymond Roth

    Somit trumpfte der Kreis Main-Spessart mindestens dreimal auf. Mercedes Kupczyk, ausgebildete Kirchenmalerin und Künstlerin aus Erlenbach, die auch von der Atmosphäre und den Kursteilnehmern begeistert ist, bei ihrer Premiere als Kursleiterin „Vergolden und Farbspiel“ . Uma Nimkar (Abitur am Balthasar-Neumann Gymnasium Marktheidenfeld, derzeit Master-Studium Würzburg) studierte in Mainz „English speaking cultures und Indogermanistik“, traf unlängst  beim Papiermarkt in der Papiermühle überraschend eine Kollegin, mit der sie zusammen am Gutenberg-Museum in Mainz bei der Erstellung von Drucken gearbeitet hatte, und kam so als Stipendiatin  in den Kurs „Experimentelle Drucktechniken“, den Linda Schwarz im (Schloss Homburg) selbst leitete.

    Abschied mit einem Quiz

    Die Stipendiaten verabschiedeten sich bei der Schluss-Veranstaltung in der Papiermühle mit Dank sowie einem pfiffigen kleinen Quiz, wobei sie ihre Arbeiten als Gewinne ausgaben.

    „Triefenstein ist jetzt verstärkt auf die Landkarte gerückt,“ sagt Schwarz, denn die gesamte Gemeinde wird jetzt, viel auch durch Mundpropaganda der Kursteilnehmer, immer mehr wahrgenommen. Auch Bürgermeister Norbert Endres war vor Ort; der Bayerische Rundfunk wird von der Sommerakademie berichten, die längst in die erste Sommerakademie-Liga aufgerückt ist.

    Es gab an jedem Tag auch ein öffentliches Begleit-Programm, unter anderem eine Weinprobe (mit Live-Musik durch André Carswell und Michael Hauck) im Weingut Huller, eine Filmvorführung  sowie zwei gut besuchte Vorträge der Schriftstellerin Margret Greiner über ausgewählte Gemälde und drei Künstlerinnen, die es „noch viel mehr zu entdecken gilt.“

    Die ersten Kurslisten für die Sommerakademie im nächsten Jahr beginnen sich teilweise schon jetzt zu füllen.

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