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    Marktheidenfeld

    Beim Main-Vital-Tag wurde das Treppensteigen zur Plagerei

    Armin Rausch, anlässlich der Main-Vital-Messe ausgestattet mit dem Alterssimulationsanzug GERT, testete beim Gehen im ebenen Pfarrsaal und beim Treppensteigen, wie beschwerlich es im Alter ist. Foto: Heidi Vogel

    "Den Lolli bitte im Mund lassen, wenn Sie sprechen", forderte Diana Teubert, Leiterin des Seniorenzentrums Mainbrücke, Armin Rausch auf, als er sich mit ihr unterhalten wollte. Der 50-Jährige, der in Marktheidenfeld aufgewachsen ist und mittlerweile in Würzburg lebt, war eigens ins Pfarrheim gekommen, um im Rahmen des Main-Vital-Tags den Alterssimulationsanzug "GERT" zu testen.

    Mit einer Halsmanschette, Weste und Beinschiene, jeweils ausgestattet mit Gewichten, sowie einem Hörschutz auf den Ohren und einer Brille mit Sehfeldeinschränkung ausstaffiert, hatte er soeben einen kurzen Weg zurückgelegt. "Das ist ziemlich behindernd", urteilte Armin Rausch nach seinem kurzen Test, diesmal ohne Lolli im Mund. Wie Diana Teubert erklärte, diene der Lutscher dazu, den Testpersonen deutlich zu machen, wie es Personen nach einem Schlaganfall ergehe, die sich nur mit verwaschener Sprache artikulieren können. "Ich stelle es mir schwer vor mit diesen körperlichen Einschränkungen auf Dauer im gesellschaftlichen Leben klarzukommen", stellte Rausch hernach fest und war froh, als er sich nach kurzer Zeit wieder der diversen Erschwernissen entledigen konnte.

    Spektrophotometrie zeigte den Mineralienstatus 

    Ein paar Meter weiter am Stand von biosa aus Tiefenthal saß Gabriele Schreiner und ließ sich mittels Spektrophotometrie ihren Mineralienstatus auslesen. Hierzu scannte Achim Fischer mit einem Gerät fünf Punkte der Handfläche und erhielt binnen weniger Minuten die Werte von Gabriele Schreiner. "Ich bin Diabetikerin und habe zudem Rheuma, deshalb ist es mir wichtig, meine Werte zu kennen", erklärte die Würzburgerin und machte sich anschließend auf den Weg zu den weiteren Informationsständen im Pfarrheim.

    Das Angebot zu den Themen Gesundheit, Fitness und Schönheit war vielfältig und so herrschte an den verschiedenen Ständen reges Interesse. "Am Anfang war es etwas schleppend, aber mittlerweile ist es sehr gut besucht", freute sich deshalb auch Inge Albert, die seitens der Stadt Marktheidenfeld dem Organisationsteam mit Géraldine Barrois, Thomas Albert und Theodor Stahl von der Werbegemeinschaft angehört. Denn auch die informativen und kostenlosen Vorträge im Untergeschoss des Pfarrheims stießen auf großes Interesse.

    Wolfgang Albert, Orthopädie-Schuhmachermeister in der Bronnbacher Straße, stellte mit einem Scanner Fußfehlstellungen fest und informierte über Schuheinlagen. Foto: Heidi Vogel

    Kämmen mit der Wildschweinbürste

    So erklärte beispielsweise Patricia Valderrama, Friseurmeisterin und Haarwuchsspezialistin, in ihrem Vortrag über Haarausfall, dass die Ernährung hierbei ein großer Punkt sei. Zudem riet sie den Anwesenden, die Haare nicht täglich zu waschen, sondern morgens und abends jeweils rund fünf Minuten mit einer Wildschweinbürste zu kämmen und so die Durchblutung anzuregen.

    Gut besucht war das Pfarrheim beim Main-Vital-Tag im Marktheidenfeld. Es gab ein vielfältiges Angebot rund um die Themen Gesundheit, Fitness und Schönheit. Foto: Heidi Vogel

    Doch nicht nur im Pfarrheim, wo die Lebenshilfe für das leibliche Wohl sorgte, stand Main-Vital am Samstag auf dem Programm, auch die Einzelhändler und Gastronomen in der Innenstadt griffen mit unterschiedlichen Aktionen das Thema auf. So gab es beim Modegeschäft Cecil gesunde Snacks und Obstsäfte. "Die Stadt ist deutlich belebter im Vergleich zu normalen Samstagen", freute sich deshalb Christine Väth über die positive Resonanz in der Obertorstraße.

    Auch das Fazit von Géraldine Barrois, Inhaberin von Optik Wolf in der Petzoltstraße und Vorsitzende der Werbegemeinschaft, fiel durchweg positiv aus. "Die Organisation im Vorfeld hat sehr gut geklappt und auch heute ist bei uns im Geschäft viel los", erklärte sie mit strahlendem Lächeln, während sie einer Stammkundin das Sortiment an Sportbrillen zeigte.

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