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    Karlstadt

    Benkert will frühere Sandgrube verfüllen

    Vermutlich weiter auffüllen darf die Firma Benkert eine frühere Sandgrube. Diese liegt teilweise auf Retzbacher und teilweise auf Himmelstadter Gemarkung. Das Unternehmen beantragte die Verlängerung der vom Landratsamt Main-Spessart am 28. September 2007 erteilten Auffüllgenehmigung um weitere 15 Jahre. Bei einer voraussichtlichen Füllmenge von 3200 Kubikmetern im Jahr wäre die Grube nach diesem Zeitraum verfüllt.

    Als Material sind nicht verkäufliche Nebenprodukte aus Schotterwerken wie Staub, Sand, abgewaschene Sedimente und Abraum vorgesehen. Der Zellinger Bauausschuss stimmte der Verlängerung der Verfüllgenehmigung für die Gemarkung Retzbach zu. Für den Himmelstadter Teil der ehemaligen Sandgrube muss der dortige Gemeinderat zustimmen, ehe das Landratsamt die Genehmigung verlängert.

    Im zweiten Anlauf stimmten die Räte den Bau eines Wohntraktes für barrierefreies Wohnen "An der Hecke 18" in Retzbach durch einen privaten Bauherren zu. Im Juni war der Ausschuss aufgrund der Aussage der Bauaufsicht am Landratsamt davon ausgegangen, dass der Anbau teilweise im Außenbereich liegen würde. Bei einem Ortstermin kam die Bauaufsicht aber zu dem Schluss, dass es sich um einen unbeplanten Innenbereich handelt.

    Zweimal erteilte der Bauausschuss einem Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Garage in der Eichenstraße 11 in Zellingen das gemeindliche Einvernehmen nicht, weil die Baugrenze um bis zu sechs Meter überschritten wurde. Jetzt legte der private Bauherr einen geänderten Plan vor, mit dem die Baugrenze nur noch um 70 Zentimeter überschritten wird. Die Räte stimmten dieser Befreiung vom Bebauungsplan ebenso zu wie mehreren für Abweichungen beim Dach und der Fensteranordnung in einem Ruheraum. Ob in einem Schlafzimmer ein Fenster zur schallzugewandten Seite eingebaut werden darf, muss das Landratsamt in Sachen Immissionsschutz bewerten.

    Eine private Bauherrin möchte das Wohnhaus im Lindenweg 15 in Zellingen um eine Terrasse und einen Balkon erweitern. Weil derzeit noch geprüft wird, ob die Abstände zum Nachbargrundstück, das dem Markt Zellingen gehört, ausreichend sind, stellte der Bauausschuss heraus, dass seine Zustimmung baurechtlicher Natur ist und nicht die Zustimmung des Marktes Zellingen als Nachbarn beinhaltet.

    Für ein Grundstück im Stichweg "Am Schorn" in Duttenbrunn reichten private Bauherren eine Bauvoranfrage für den Neubau mit Einfamilienhaus, Carport und Garage ein. Obwohl die Erschließung mit Wasser zur Zeit nicht gegeben ist und für das Grundstück im Bebauungsplan keine Baugrenzen vorgesehen sind, bescheinigte der Bauausschuss eine Bebaubarkeit. Dass es auf dem Grundstück kein Baufenster gibt, kann das Zellinger Bauamt nicht nachvollziehen. Der Wasseranschluss ist Sache der Urspringer Gruppe als Wasserversorger. Laut Gemeinderat Kurz Scholz, der dort auch Verbandsrat ist, kommen solche überlangen Hausanschlüsse im Versorgungsgebiet mehrfach vor.

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