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    KARBACH

    Besuch aus der Tschechischen Partnergemeinde

    Hedi und Klaus Müller freuten sich über den Besuch von Marcel Hrubý (Mitte), mit dem sie in verschiedenen Diözesen unterwegs waren.
    Hedi und Klaus Müller freuten sich über den Besuch von Marcel Hrubý (Mitte), mit dem sie in verschiedenen Diözesen unterwegs waren. Foto: Josef Laudenbacher

    Seit vielen Jahren besteht zwischen der Pfarrgemeinde Karbach und der Pfarrei Windisch-Kamnitz, rund 30 Kilometer südöstlich des Elbsandsteingebirges in der Tschechischen Republik gelegen, eine Partnerschaft. Diese wurde in den vergangenen Jahren durch gegenseitige Besuche immer wieder belebt. Nun war Pfarradministrator Marcell Hruby aus Windisch-Kamnitz für fast eine Woche bei Hedi und Klaus Müller zu Gast.

    Hruby verwaltet in seiner Heimat ganze 15 Pfarrgemeinden. 14 Kirchen seien dort bisher erneuert worden und würden die Besucher anziehen – auch wenn viele Zeitgenossen laut Hruby den Weg zum Glauben noch suchen würden. Der Pfarradministrator widmete sein ganzes Berufsleben den verfallenen Kirchen, die aus Ruinen neu erstanden. Seine erste Kirche war Maria Himmelfahrt in Daubitz/Rumburk – noch in der sozialistischen Ära. In den 90er Jahren besuchte er einige deutsche Bistümer, um Hilfe beim Wiederaufbau zu bitten.

    Hilfe aus westdeutschen Bistümern

    Bis heute hat Hruby die Bistümer Bamberg, Eichstätt, Fulda, Speyer, Trier, Würzburg, Augsburg und München-Freising besucht, die sich alle finanziell an den Renovierungsarbeiten beteiligt haben. In den Orten Daubitz, Teichstatt, Dittersbach, Windisch-Kamnitz, Gersdorf bei Böhm, Kamnitz, Klein Bocken, Oberebersdorf, Höflitz, Oberpreschkau, Markersdaorf und Gross-Mergtahl sei es so gelungen, die Kirchen – teilweise aus Ruinen – wieder aufzubauen. Aus Dankbarkeit wurde den Hauptpatronen der Helfer-Diözesen ein Fenster der Markersdorfer Kirche gewidmet.

    Wie Marcell Hruby betonte, wären die Restaurierungen ohne die aufopfernden Sponsoren nicht möglich gewesen. Es gelte das kulturelle Erbe, das trotz 40 Jahre kommunistischer Herrschaft überlebt habe, fortzuführen.

    In Begleitung von Hedi und Klaus Müller war Hruby nun auf weiterer Tour. Eine Zwischenstation wurde in Würzburg eingelegt, wo mit dem Vertreter der Diözese Bamberg, Michael Kleinert, und der Ackermann-Gemeinde ein Gottesdienst in der Kapelle der Theresienklinik gefeiert wurde. Im Burkardushaus folgte ein Vortrag über die Renovierung der Gemeindekirchen, bevor es nach Mainz zur Jahrestagung des Heimatwerkes Katholiken ging. Hier referierte Hruby über die Wiedererstehung kirchlichen Lebens in der Tschechischen Republik. Mit Besuchen der Diözesen Augsburg und München-Freising beendete Marcell Hruby seine Deutschlandreise.

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    lau

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