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    Steinfeld

    Betrübliche Lage im Gemeindewald

    Auch Hunderte von Buchen - eine Baumart, von der es bisher immer hieß, dass sie mit Trockenheit relativ gut zurechtkomme - sind im Steinfelder Gemeindewald abgestorben. Foto: Wolfgang Dehm

    Zwar seien andere Wälder teilweise noch weitaus schlimmer betroffen, sagte Förster Martin Volkmann-Gebhardt in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, aber auch im Steinfelder Gemeindewald sei die Lage "ziemlich heftig und betrüblich".

    Besonders betroffen mache ihn, dass im Steinfelder Wald aufgrund anhaltender Trockenheit auch Hunderte von Buchen abgestorben seien – eine Baumart, von der es bisher immer hieß, dass sie mit Trockenheit relativ gut zurechtkomme.

    Vor allem leidet laut  Volkmann-Gebhardt die Fichte unter der Trockenheit und dem Borkenkäfer; selbst starke Fichten sterben seinen Worten nach "einfach so ab". Mit der Aufarbeitung der Borkenkäferfichten komme man gar nicht hinterher. Auch Lärchen würden vom Borkenkäfer heimgesucht. In der Waldabteilung Barli stürben trockenheitsbedingt auch Kiefern ab, sagte  Volkmann-Gebhardt. Die lasse man allerdings stehen, weil von ihnen keine Käfergefahr ausgehe.

    Das Käferholz wird nach Angaben des Försters sofort aus dem Wald gebracht, um eine weitere Ausbreitung des Käfers zu unterbinden, so weit dies möglich sei, würden sie entrindet. Die Käferbekämpfung werde vom Forstamt gefördert, wodurch die dadurch zusätzlich anfallenden Arbeiten "mehr oder weniger ausgeglichen" werden könnten. Auch für abgestorbene alte Buchen, die mindestens zwölf Jahre im Wald stehen bleiben, gebe es Fördergelder.

    "Trotz dieses ganzen Schlamassels" ging  Volkmann-Gebhardt davon aus, dass das Jahr finanziell wie geplant mit Einnahmen von 395000 Euro und Ausgaben von 370000 Euro abgeschlossen werden kann. Dass er mit der Situation im Wald alles andere als Glücklich sei, sei eine andere Sache.

    Geplant war laut  Volkmann-Gebhardt, dass im gut 1200 Hektar großen Gemeindewald heuer 6665 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Tatsächlich seien es bislang schon 8128 Festmeter; verantwortlich dafür sei der enorme Anfall an Käfer- und Sturmholz mit zusammen 5121 Festmetern.

    Volkmann-Gebhardt vermutete, dass viele Bäume, denen man jetzt noch nichts ansieht, geschädigt in den Winter gehen. "Wenn die nächstes Frühjahr nicht massiv Wasser kriegen, werden die absterben."

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