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    Karlstadt

    Blick in die Zukunft der Pflege

    Mit der Pflegebrille wird ein Live-Bild der Wundversorgung am Patienten zur Telekonsultation an einen Experten gesendet. Foto: Sandra Amberger

    Einen Einblick in die Zukunft der Pflege erhielten acht Schüler des Bildungszentrums für Pflegeberufe des Klinikums Main-Spessart. Bei insgesamt vier Experimenten nahmen sie als Probanden an der Studie "Pflege mit Durchblick: Die Pflegebrille zur Unterstützung professionell und informell Pflegender" teil, so eine Pressemitteilung.

    Mit einer sogenannten Datenbrille soll zukünftig der Arbeitsalltag von Pflegenden unterstützt werden – sowohl von Pflegenden in der professionellen Pflege, etwa in Kliniken, als auch von Angehörigen. Mit der Datenbrille soll zum Beispiel die Telekonsultation mit einem Pflegeexperten ermöglicht werden. "Das Projekt zeigt eine Möglichkeit, sich zukünftig bei der Pflege zeitgleich entsprechende Experten hinzuzuziehen. Gerade in ländlichen Regionen, wie wir es hier sind, ist es wichtig, den Anschluss an zukunftsfähige Innovationen nicht zu verpassen", so Christine Hausotter, die Pflegekoordinatorin des Klinikums.

    Bei dem Experiment nahm ein Schüler nahm den Platz der Pflegekraft bei der Wunderversorgung ein, der zweite Proband agierte als Patient mit zurückliegendem Schlaganfall, Halbseitenlähmung und Dekubitus, so die Mitteilung weiter. Die Forscher testeten in den Versuchen in jeweils drei Durchgängen den Umgang der Pflegekraft mit der technischen Unterstützung bei der Wundversorgung. Neben der digitalen Pflegebrille kam auch das Smartphone zum Einsatz. Unterstützt wurden die Pflegekräfte durch die Fachtherapeutin für chronische Wunden, Christine Hausotter. Sie gab während der Durchgänge aus einem Nebenraum Anweisungen und Hilfestellung zur korrekten Wundversorgung am Patienten, während sie auf einem Bildschirm in einem Nebenraum das sah, was auch die Pflegekraft im Blick hatte.

    Bearbeitet von Rebecca Wolfer

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